Iron Maiden

Live After Death

Warner
VÖ: 2020

Ultimatives vom Qualitätsmaster

Wie gut diese Remaster-Serie ist, welche die zunächst ausschließlich digital über die Downloadplattform iTunes angebotenen Qualitätsmaster von 2015 sukzessive auch auf CD erhältlich macht, ist längst bekannt. Im jüngsten Schwung dabei sind nun Live After Death (1985) und Rock In Rio (2002): Zwei Konzert-Klassiker aus zwei ganz unterschiedlichen Schaffensphasen von Iron Maiden.

Ohne jeden Zweifel ist Live After Death eines der besten und mitreißendsten Live-Alben aller Zeiten geblieben: Dieser Traum von Gitarreninteraktion und hemmungsloser Spielfreude, dieser Sturm und die majestätische Erhabenheit, die diese edelste aller Heavy Metal-Bands in ihrer goldenen Ära ausmachte (aufgezeichnet wurde auf der gigantischen Tournee zu Powerslave) waren und sind beispiellos. Und auch das Charisma, mit dem Iron Maiden um den Finger wickeln: Man genieße nur ›Running Free‹ mit seinem langen und doch viel zu kurzen Aufputsch-Mitsing-Teil. Die ultimativen Fassungen von mindestens ›Revelations‹, ›Die With Your Boots On‹, ›Flight Of Icarus‹ und ›Hallowed Be Thy Name‹ finden sich auf Live After Death. Diese neue Doppel-CD klingt lauter und mit differenzierter Brillanz, bleibt dabei aber dicht am Klangcharakter des Original-Vinyls.

Der Abschluss ihrer Brave New World-Tournee, auf der die zum Sextett mit drei Gitarristen gewachsenen Engländer ihr glorioses Comeback mit Sänger Bruce Dickinson und Gitarrist Adrian Smith feiern, geriet vor 250.000 singstarken Fans bei Rock In Rio zum Gottesdienst im Powerplay-Modus. Bonusstücke gibt es auch hier keine, der Mehr- und Neuwert ist das Remaster.

Keine Wertung
TEXT: DANIEL BÖHM

ROCKS PRÄSENTIERT

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