Iron Maiden

Seventh Son Of A Seventh Son

EMI
VÖ: 1988

Das Finale einer Ära

Seventh Son Of A Seventh Son ist das letzte Album der prägenden Piece Of Mind-Besetzung und der krönende Abschluss einer Entwicklung, die mit ebenjener Platte 1983 begann. Böser, lauter und beschwörender als auf diesem Konzept-Opus wird Bruce Dickinson nie mehr singen, während im Hintergrund dezente Keyboard-Nebel der Scheibe eine mythische Kühle verleihen. Die gesamte erste Seite der LP erzählt die Vorgeschichte, an der sich das knapp zehnminütige Titellied einklinkt, das die Geschichte eines mit paranormalen Fähigkeiten geborenen Jungen (nach einem Fantasy-Roman von Orson Scott Card) aufgreift. In ›The Prophecy‹ finden allerhand keltisch anmutende Gitarrenmotive Platz — und doch führt alles wieder zurück zum tonnenschweren ›Seventh Son Of A Seventh Son‹, worin Steve Harris genüsslich seine Vorliebe für atmosphärische Stimmungs- und technische Rhythmuswechsel auslebt. ›Can I Play With Madness‹ wirft den bis dahin leichtbekömmlichsten und größten Single-Erfolg ab; zuvor fesselt vor allem das an Crowleys gleichnamigen Roman angelehnte ›Moonchild‹.

 

(9/10)
TEXT: DANIEL BÖHM

ROCKS PRÄSENTIERT

DAS AKTUELLE HEFT