Motorjesus

Electric Revelation

Drakkar
VÖ: 2014

Lässige Linientreue

Die letztjährige Herzoperation hat Sänger Chris Birx gut überstanden, es darf wieder gerockt werden. Gut drei Jahre nach Wheels Of Purgatory legen die Mönchengladbacher Motorjesus ihr viertes Album vor und weichen darauf keinen Deut von ihrer bisherigen Linie ab. Nach wie vor regieren Klänge im Spannungsfeld von C.O.C., Mustasch und kalorienreduzierten Black Label Society, die über ordentlich Schmackes im Saitenbereich und großartige Melodien verfügen.

Electric Revelation benötigt dabei zweifelsfrei einige Durchgänge mehr als sein direkter Vorgänger, ehe sich die gesamte Schönheit des Albums offenbart. Ist dieser strahlende Kern jedoch erst einmal freigelegt, verleiten Kompositionen wie ›Speed Of The Beast‹, das von der gleichnamigen, 2009 erschienenen EP bekannte ›100.000 Volt Survivor‹ oder das mit unnachahmlicher Lässigkeit befeuerte ›Resurrection Man‹ zu breitbeinigen Posen vor der heimischen Stereoanlage. Rock’n’Roll mit edlem Metall-Überzug, den es in dieser Güteklasse hierzulande selten zu finden gibt.

(7.5/10)

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