Scorpions
Universal
VÖ: 2000
Sie können es noch immer. Und zwar alleine: Ohne außenstehende Songschreiber beweisen die Hardrock-Veteranen nachdrücklich, dass sie noch gehörig Gift im Stachel und zu unser aller Glück längst vergessen haben, dass sie sich vor über zehn Jahren eigentlich in den Ruhestand verabschieden wollten.
Umphrey's McGee
Nothing Too Fancy
VÖ: 2022
Seit ihrer Betriebsaufnahme im Jahr 1997 haben Umphrey’s McGee eine sehr eigene Form des Jam- und Progressive-Rock ausgebildet. Musikalisch zehrt das Sextett aus Chicago seit jeher von der zweiten großen Jam-Band-Welle um Phish und moe..
Venus 5
Frontiers
VÖ: 2022
Mit Aldo Lonobile (Secret Sphere, Archon Angel), Stefan Helleblad (Within Temptation) und Jake E. (Amaranthe) sind drei durchaus namhafte Musiker bei diesem modernen Melodic-Metal-Projekt involviert, das fünf zusammengesuchte Sängerinnen ins Rampenlicht rücken soll.
Porcupine Tree
Kscope
VÖ: 2022
Es ist alles da, was Porcupine Tree bis zu ihrem Entschwinden nach The Incident (2009) auszeichnete: die gewaltigen Metal-Riffs, die vertrackten Rhythmen, die anrührende Melancholie der Balladen — und auch das angenehme Gefühl, in der Musik der mittlerweile zum Trio geschrumpften Prog-Autorität Pink Floyd mit Tool kollidieren zu hören.
Gov't Mule
Concord
VÖ: 2022
Auch wenn sie ihn nicht selten vergleichsweise heavy interpretieren: Blues war schon immer eine tragende Säule im Sound von Gov’t Mule. Dass die Amerikaner nun ein explizites Blues-Album ankündigten, verwundert deshalb einigermaßen.
The Black Crowes
Silver Arrow
VÖ: 2022
Bei allem Verständnis für einen gewissen Pragmatismus ist es einigermaßen enttäuschend, dass die Robinson-Brüder nicht mehr aus diesem Studiogang gemacht haben. Gereicht hat es bloß für eine Cover-EP mit sechs Stücken, die ihren Ursprung alle im Jahr 1972 haben.
Resist & Bite
Lor Live
VÖ: 2021
Dass Tommy Skeoch die Drogen und den Alkohol weitestgehend hinter sich gelassen hat und wieder fokussiert an seiner Karriere arbeitet, zeichnete sich schon mit dem Projekt Skin Suit ab. Mit seiner neuen Band Resist & Bite präsentiert der frühere Tesla-Gitarrist nun ein Album, das Anhänger seiner früheren Band abholen wird.
Tedeschi Trucks Band
Fantasy/Concord
VÖ: 2022
Das Live-Spielen mag dem Jam-Kollektiv elementar gefehlt haben. Negative Auswirkungen auf die Schaffenskraft der Tedeschi Trucks Band hatten die Seuchenmonate keine: Gut zwei Dutzend Songs hat das zwölfköpfige Großensemble in vergleichsweise kurzer Zeit geschrieben und aufgenommen.
Junkyard Drive
Target
VÖ: 2022
Auch wenn Junkyard Drive seit ihrem Debüt eine gewisse Reife erlangt haben: Electric Love, die zweite Platte der Dänen, bleibt verspielter, partytauglicher Hardrock in Rufweite ihrer Landsleute D-A-D, wobei sie mit ihrem polierten Drumsound gut ins Vorprogramm von Shinedown und Buckcherry passen würden.
First Signal
Frontiers
VÖ: 2022
AOR-Edel-Komponisten wie Richard Marx, die Martin-Brüder, Bob Marlette und James Christian von House Of Lords waren 2010 an der Entstehung des First Signal-Debüts beteiligt. So richtig abgehoben hat das Projekt um Harem Scarem-Sänger Harry Hess und Produzent Dennis Ward jedoch bis heute nicht.
Michael Monroe
Silver Lining
VÖ: 2022
Auch auf seinem zehnten Solo-Album I Live Too Fast To Die Young setzt der seit Jahren in beeindruckender Form agierende Michael Monroe einmal mehr auf die bestechende Mischung aus kraftvollem Rock’n’Roll und einer Prise schnodderigem Punk, geht dabei aber vielschichtiger vor als zuletzt.
Michael Monroe
Silver Lining
VÖ: 2022
Es ist wahrlich faszinierend, mit welcher Selbstverständlichkeit Michael Monroe seit der Wiederaufnahme seiner Solokarriere im Jahr 2010 ein hochkarätiges Album nach dem anderen veröffentlicht. Leider bewegt sich der vormalige Hanoi Rocks-Frontmann auf "I Live Too Fast To Die Young" zu selten im schnoddrig-punkigen Hochenergie-Sektor.
Evil Invaders
Napalm
VÖ: 2022
Von der reinen Speed-Metal-Lehre ihrer ersten Platten weichen die Belgier zusehends ab: Waren schon auf ihrem Zweitwerk "Feed Me Violence" (2017) vereinzelt Anleihen des Heavy Metal vertreten, kommen diese auf "Shattering Reflection" nun richtig zum Tragen.
Edgar Winter
Quatro Valley
VÖ: 2022
Am 16. Juli 2014 starb der große Johnny Winter mit 70 in einem Hotel in Zürich im Schlaf — mitten auf Tournee. Seinem Bruder Edgar war es seither ein immer wieder geäußertes Bedürfnis, ein angemessenes Tribut-Album für Johnny aufzunehmen. Acht Jahre später ist es nun soweit.
Audrey Horne
Napalm
VÖ: 2022
Die Norweger haben längst zu sich selbst gefunden: Vier Jahre nach ihrem letzten Studio-Album "Blackout" verbinden Audrey Horne auch auf "Devil’s Bell" zeitgemäßen Hardrock mit Classic-Rock-Elementen, was zu vielschichtigen, stets prägnanten Stücken führt.
Michael Schenker Group
Atomic Fire
VÖ: 2022
Nach "Immortal" (2021) ist "Universal" das zweite Album von Michael Schenker, das nach einer gefühlten Ewigkeit unter dem ehrwürdigen Bandnamen MSG erscheint. Dass es einen weitaus stimmigeren und gehaltvolleren Eindruck hinterlässt als der Vorgänger, liegt auch an der stark dezimierten Sängerschar.
Märvel
The Sign
VÖ: 2022
Seit zwanzig Jahren schon frönen die Schweden in Hemd, Hut und Batman-Maske einem Sound, der sich ausgehend vom skandinavischen Action-Rock gleichermaßen an Siebziger-Kiss und sonnendurchflutetem Power Pop orientiert. Mit "Graces Come With Malice" wagt es einen neuen Anlauf voller Verve, vor allem aber mit tollen Songs.
Mariusz Duda
Kscope
VÖ: 2022
Riverside-Vordenker Mariusz Duda frönt während der Corona-Zeit seiner Faszination für Vangelis und Tangerine Dream, denen er auf komplett elektronischem Wege und bis auf einzelne Gesangsfetzen weitestgehend instrumental mit kindlicher Neugier nachspürt.
The Black Keys
Nonesuch
VÖ: 2022
Zwei Nerds aus Akron, Ohio verkaufen seit Jahren die US-amerikanischen Arenen aus. The Black Keys setzen das Rezept, Garagen-Attitüde mit Pop-Appeal zu verbinden, so perfekt um, dass sie sowohl den Randgruppengeilen als auch den Mainstreamheimer ansprechen.
Bernard Allison
RUF
VÖ: 2022
Seit über 30 Jahren veröffentlicht Bernard Allison Alben unter eigenem Namen und gibt sich darauf als glühender Verfechter eines originellen und recht modernen Blues-Ansatzes, der sein Publikum mit Songs voller unwiderstehlicher Funk-, Soul- und Rock-Grooves bewegt.
Sanhedrin
Metal Blade
VÖ: 2022
Seit 2017 und der Erstauflage von A Funeral For The World verbreiten Sanhedrin viel Freude in der Welt des traditionellen Heavy Metal — und das vor allem dort, wo diese Musik nicht nur formelhaft und blitzeblank poliert vor sich hin galoppieren, sondern auch mit Eigenleben und Charakter umgarnen darf.

DAS AKTUELLE HEFT

Das neue ROCKS ist da! Heft Nr. 90 (05/2022) ab heute im Handel!