Savatage

Beim Bergkönig rumort es

Die Anzeichen verdichten sich, dass es in nicht allzu ferner Zukunft eine neue Veröffentlichung von Savatage geben könnte. Jon Oliva nährte in einem Interview die Hoffnung vieler Fans auf neue Musik der seit 2002 inaktiven Band.

Die Anzeichen verdichten sich, dass es in nicht allzu ferner Zukunft eine neue Veröffentlichung von Savatage geben könnte. Jon Oliva nährte in einem Interview die Hoffnung vieler Fans auf neue Musik der seit 2002 inaktiven US-Metal-Band, die ihren Sound über die Jahre immer orchestraler und bombastischer einfärbte.

Heute sind die Musiker mehrheitlich beim Trans-Siberian Orchestra tätig. Im Jahr 2015 gab es auf dem Wacken Open Air einen kontrovers aufgenommenen Auftritt beider Ensembles. »Seit der Wacken-Show schicke ich mir mit unseren Gitarristen Chris Caffery und Al Pitrelli Songideen hin und her.

Und ich selbst schreibe schon seit 2003 an neuem Savatage-Material, mit dem ich mittlerweile ein Vierfach-Doppelalbum füllen könnte«, so der schwergewichtige Sänger und „Mountain King“. »Ganz aktuell haben Al und ich an einer Live-Aufnahme aus Köln von 1997 gearbeitet, die wir demnächst als Livestream anbieten wollen.«

Der Auftritt in der brutal überausverkauften Live Music Hall (nicht wenige Ticketbesitzer kamen gar nicht erst bis in den Innenhof der Konzerthalle) im Zuge der Tournee zu The Wake Of Magellan wurde seinerzeit für den TV-Sender Viva mitgeschnitten und nur auszugsweise gesendet.



Eine Wiederbelebung von Savatage sei schon länger Gegenstand ihrer Überlegungen, bestätigte Oliva. Er habe vor dem Tod von Produzent Paul O’Neill im Jahr 2017 bereits mit diesem über die Details nachgedacht. Auch Sänger Zak Stevens hatte im Interview mit ROCKS (Heft 02/2020) zu verstehen gegeben, dass er mit einer Reunion rechne.

Auf die Frage, weshalb er nicht einfach eine Band mit langjährigen Freunden und Savatage-Kollegen startet, anstatt sich, wie zuletzt mit Archon Angel geschehen, auf ein Abenteuer mit völlig unbekannten Musikern einzulassen, beantwortete der Sänger mit entwaffnender Offenheit: »Wir haben das über die Jahre mehrfach versucht. Uns wurde aber vom TSO-Management immer wieder sehr vehement nahegelegt, darauf zu verzichten, weil das zukünftige Savatage-Aktivitäten möglicherweise untergraben würde.

Nüchtern betrachtet ist Savatage die kleine Tochtergesellschaft eines gigantischen Konzerns namens Trans-Siberian Orchestra, und wir sind davon abhängig, was in der Zentrale entschieden wird. Das ist einerseits natürlich schräg für eine Metal-Band, andererseits aber auch aufregend, denn die finanziellen Möglichkeiten sind immens. Ich glaube fest daran, dass Pläne zur Rückkehr von Savatage in der Schublade liegen, denn sonst würde es die Bosse ja kaum interessieren, was wir nebenher alles so treiben.«

 


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