Vultures Vengeance

The Knightlore

Gates Of Hell
VÖ: 2019

Schon beim Debüt gereift

Seit zehn Jahren sind die Römer Vultures Vengeance aktiv und haben dabei die klassische Schule durchlaufen: Nach einem Demo und zwei EPs zeigt sich das Quartett auf seinem ersten Album The Knightlore merklich gereift und hat an Eigenständigkeit gewonnen. Nach wie vor der Ästhetik der mittleren Achtzigerjahre verbunden, haben die Italiener auf den acht neuen Stücken ihr mystisch-melancholisches Flair erhalten, setzen aber bei aller Komplexität auf vereinfachte Strukturen, die Nummern wie ›Fates Weaver‹ oder ›Chained By The Night‹ zugänglicher machen. Wie einst beim jungen US-Metal mit Vertretern wie Fates Warning, Queensrÿche oder Liege Lord sind die traumhaften Gitarrenharmonien an britische Vorbilder der Marke Judas Priest und Iron Maiden angelehnt, aber mit eigenem Twist versehen worden. Dass Bandkopf Tony T. Steele stimmlich dabei eine interessante Mischung aus dem frühen Midnight (Crimson Glory) und Hansi Kürsch (Blind Guardian) abgibt, erhöht den Reiz, den die ungezwungen aufspielende Truppe versprüht.

(8.5/10)

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