Ben Granfelt

Live... Because We Can

A1
VÖ: 2021

Kraftblues mit Charme

Im Oktober 2019 spielte Ben Granfelt mit seiner Band im Vuotala Club in Helsinki — das Live-Dokument dieses Auftritts ist kraftvoller Bluesrock, der auch mal einen eingängigen Refrain wagt und vor allem von der Spielfreude dieser vier Herren zur vollen Blüte getrieben wird und immer wieder überrascht.

So kann Granfelt in ›Check Up From The Neck Up‹ gleichzeitig funky, locker-flockig und heavy spielen und dann auch noch eine elektrisierende Old-School-Jamsession dranhängen. Im Titelsong ›Because We Can‹ wird der stampfende Gitarrenriff von einem — in diesem musikalischen Kontext eher ungewöhnlichen — Synthiesolo gekrönt. Wie überhaupt Keyboarder Kasper Mårtenson immer wieder viel Raum bekommt, so etwa im kurzen, aber grandiosen Unisono-Ritt von Gitarre und Synthesizer im entfesselt gespielten ›Almighty Blues‹.

Ein besonderes Geschenk macht Granfelt den Fans, die ihn in seiner Zeit bei Wishbone Ash kennengelernt haben. ›Faith, Hope & Love‹, einer der Klassiker jener Besetzung, lässt ihn zur Hochform auflaufen — er braucht dazu keine zweite Gitarre: Mit seinem wohlgesetzten Solo leuchtet er alle Ecken des Songs aus, bis das letzte Tröpfchen Emotion ausgewrungen ist. Der Coverversion von Pink Floyds ›Breathe‹ injiziert er vorsichtig eine Portion Blues. Quasi die etwas bodenständigere Alternative zum Original. Schön!

Keine Wertung

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