The Black Keys

Dropout Boogie

Nonesuch
VÖ: 2022

Meisterwerk des Minimalismus

Zwei Nerds aus Akron, Ohio verkaufen seit Jahren die US-amerikanischen Arenen aus. Warum, das wissen Gitarrist, Bassist und Sänger Dan Auerbach und Drummer Patrick Carney wahrscheinlich selbst nicht. Allerdings setzen sie das Rezept, Garagen-Attitüde mit Pop-Appeal zu verbinden, so perfekt um, dass sie sowohl den Randgruppengeilen als auch den Mainstreamheimer ansprechen. The Black Keys sind cool, weil sie nicht anders können.

Nach ihrem letztjährigen Country-Coverversionen-Album Delta Kream konnte man eine Platte in dieser simplen Ausrichtung durchaus vermuten, mit dem etwas banalen ›Your Team Is Looking Good‹ übertreiben sie es leider etwas. Aber das grandiose ›Good Love‹ mit Billy F. Gibbons lässt den einzigen Ausfall der Scheibe schnell vergessen, während das atmosphärische ›How Long‹ den perfekten Soundtrack für einen Schirmchen-Drink bei Sonnenuntergang abgibt.

Songs wie ›For The Love Of Money‹ klingen wie ein Zwitter aus ZZ Top und Weezer, bei ›It Ain’t Over‹ erschreckt man sich regelrecht vor dem plötzlich einbrechenden Refrain. Schade, dass dieses Meisterwerk des Minimalismus mit knapp dreißig Minuten zu kurz geraten ist. Ging wohl nicht anders.

(8/10)
TEXT: JÖRG STAUDE

ROCKS PRÄSENTIERT

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