Children Of Bodom

Alexi Laiho (1979-2020)

Alexi „Wildchild“ Laiho ist tot. Der gefeierte Gitarrist und Frontmann von Children Of Bodom starb mit nur 41 Jahren in Helsinki. Laiho gehörte zu den bekanntesten Metal-Musikern Finnlands.

Am 8. April 1979 im südfinnischen Espoo geboren, begann Markku Uula Aleksi Laiho im Alter von fünf Jahren, Violine und Klavier zu lernen. Mit elf wechselte er zur E-Gitarre. 1993 gründete er gemeinsam mit seinem Schlagzeug spielenden Schulfreund Jaska Raatikainen die Band Inearthed, die sich vier Jahre später in Children Of Bodom umbenannte.

Mit einer originellen Mischung aus filigranem Power Metal und melodischem Black Metal gelang den Finnen 1999 mit ihrem zweiten Album Hatebreeder der Durchbruch — Children Of Bodom wurden zu einer der erfolgreichsten neuen Metal-Bands des gerade angebrochenen Jahrtausends. Zu ihren Markenzeichen zählten aufregende Gitarren-Keyboard-Duelle, die einerseits von Gruppen wie Rainbow und Deep Purple beeinflusst waren, sich gleichermaßen aber auch auf die Saitenhexer der Achtziger beriefen: Yngwie Malmsteen und Paul Gilberts Racer X gehörten genauso zu den Helden Laihos wie Ozzy Osbourne, Slayer, Hypocrisy und W.A.S.P., deren ›Wildchild‹ ihm seinen Spitznamen gab.

Sein technisch anspruchsvolles, sehr melodiebewusstes Spiel machte Laiho zu einem der größten Gitarrenhelden der Nuller-Jahre. Nach dem Ende der Children Of Bodom am 1. November 2019 gründete Laiho die Nachfolgetruppe Bodom At Midnight, mit der er drei Songs und ein Video aufnahm. Diese sollen nun posthum veröffentlicht werden.

Neben seiner Stammband hatte Laiho immer wieder auch hochkarätige Nebenprojekte: Beachtung fanden vor allem Sinergy, bei denen er mit seiner kurzzeitigen Ehefrau und Sängerin Kimberly Goss zusammenspielte und die drei Alben hervorbrachten, von denen vor allem Suicide By My Side (2002) als Glanzstück des kraftvollen Heavy Metal gelang — etliche filigrane technische Kabinettstückchen vom Schlage Racer X inklusive.

Alexi Laiho litt bereits seit Jahren unter gesundheitlichen Problemen. In der letzten Kalenderwoche 2020 ist er in Helsinki verstorben. Er hinterlässt seine Frau Kelli Wright-Laiho und zwei Kinder.


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