Dead Lord

Goodbye Repentance

High Roller
VÖ: 2013

Die den Dreh raushaben

Alben wie dieses sind selten geworden. Alben, die schon mit den ersten Tönen ein Gefühl von „Zuhause“ vermitteln, die sich unerklärlich fest in Herz und Hirn einnisten. Natürlich erfinden Dead Lord das Retro-Rock-Rad nicht neu auf ihrem Debüt. Aber die Schweden drehen es eben beeindruckend gut — mit einer überwältigenden Leidenschaft und einer geradezu ungeheuerlich emotionalen Tiefe. Die Klassiker von Thin Lizzy haben sich Sänger und Gitarrist Hakim Krim und seiner Gruppe (zu der auch Mitglieder der Riot- und Maiden-Anbeter Enforcer  gehören) weit ins Bewusstsein gebohrt; Krim spricht mit seinen Phrasierungen dieselbe Sprache wie der junge Phil Lynott, ohne dabei affektiert zu klingen. Acht der aufrichtigsten Classic-Rock-Hymnen seit langem, die auch Rock’n’Roll-Spuren der Hellacopters nicht verleugnen können. Danke für diese Platte.

(9/10)
TEXT: TOM KÜPPERS

ROCKS PRÄSENTIERT

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