Izz

Don't Panic

Doone
VÖ: 2019

Quer durchs Prog-Universum

Allen, denen die Yes der siebziger Jahre fehlen, sei diese amerikanische Band als beinahe ebenbürtige Ersatzdroge empfohlen. Wobei es sich bei IZZ keineswegs um plumpe Epigonen handelt. Bassist John Galgano könnte allerdings spieltechnisch und soundmäßig die Reinkarnation von Chris Squire sein. Im Mittelpunkt des Albums steht das knapp zwanzigminütige ›42‹ — laut Douglas Adams’ Per Anhalter durch die Galaxis die Antwort auf alle Fragen. In der Tat ist es eine berauschende Klangreise quer durchs Prog-Universum.

Mit verspielten Gitarren, raffiniert ineinander verschränkten Orgel- und Bassläufen, einem Mellotron auf Berg- und Talfahrt, zum Niederknien schönen Gesangarrangements, bei denen männliche und weibliche Stimmen geschmackvoll miteinander verwoben sind. Vor allem lässt sich das Stück Zeit. Bei aller instrumentaler Betriebsamkeit: Hektik um der Hektik willen ist verboten. Nach dem kurzen Akustik-Gitarren-Intermezzo ›Six String Theory‹ folgt als scharfer Kontrast das kantig bis disharmonisch anmutende Instrumental ›Moment Of Inertia‹, das sich in vielen Wendungen im Spannungsfeld zwischen Gentle Giant und King Crimson bewegt.

(8/10)

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