Kid Rock

Sweet Southern Sugar

BMG
VÖ: 2017

Unterhaltungswert statt Originalität

Kid Rock hat seine Formel gefunden: Seit dem grandiosen Born Free (2010) setzt er auf amerikanischen Heartland-Rock mit viel Country — Rap-Metal und Hip-Hop gehören der Vergangenheit an. Auf Rebel Soul (2012) und First Kiss (2015) allerdings klang das bei allem Charme beliebig und blutarm. Sweet Southern Sugar ändert das einfach mit Songs: ›Tennessee Mountain Top‹ erzählt zu Stones-Grooves vom Landjungen in Kalifornien, ›I Wonder‹ bringt Soul mit Schubidu-Chören, ›Raining Whiskey‹ erinnert an den Hit ›Picture‹, und ›American Rock ’N Roll‹ ist genau das.

Der einzige Hardrocker ›Greatest Show On Earth‹ steckt voller unterhaltsamer Angebersprüche in bester Hip-Hop-Tradition, in der Groove-Nummer ›Grandpa’s Jam‹ gibt’s noch ein paar gerappte Vocals, ansonsten könnten die Stücke von Tom Petty, Garth Brooks oder John Cougar Mellencamp stammen. Textlich geht es wie immer um gute alte Zeiten, Landleben, Redneck-Werte und Spaß am Dasein. Das macht alles Laune und den Mangel an Originalität völlig wett.

(8/10)

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