Queensrÿche

Namensstreit beendet

Michael Wilton, Eddie Jackson und Scott Rockenfield gewinnen das Tauziehen um die Rechte am Namen Queensrӱche: Ihr ehemaliger Sänger Geoff Tate hat das Nachsehen.

TEXT: ALEXANDER KOLBE |FOTO: Century Media

Beide Seiten haben sich nach monatelangen Verhandlungen in ihrer Heimatstadt Seattle außergerichtlich geeinigt. »Wir wollen die Queensrӱche-Fans auf der ganzen Welt wissen lassen, dass eine gütliche Einigung zwischen Eddie Jackson, Scott Rockenfield, Michael Wilton und Geoff Tate im Hinblick auf die künftige Verwendung des Namens Queensrӱche erreicht worden ist.

Laut dieser Einigung werden die Gründungsmitglieder Eddie Jackson, Scott Rockenfield und Michael Wilton, gemeinsam mit ihren aktuellen Bandkameraden Todd La Torre und Parker Lundgren, die einzige Instanz sein, die als Queensrӱche Platten aufnehmen und auf Tour gehen darf«, so die Gruppe in einem offiziellen Statement.
Zu diesem Zweck haben die drei Musiker Tate seine Anteile am Bandnamen abgekauft. Wie hoch die zu zahlende Summe ist, wurde nicht bekannt.

Ihr einstiger Frontmann hingegen muss sich etappenweise vom Namen Queensrӱche verabschieden. So absolviert der 55-Jährige unter dem Banner „Queensrÿche Starring Geoff Tate - The Farewell Tour“ bis zum 31. August letzte Shows mit seiner eigenen Queensrӱche-Besetzung, zu der unter anderem Gitarrist Kelly Gray (von 1998 bis 2001 bereits Mitglied der Formation) und Bass-Veteran Rudy Sarzo (Ozzy Osbourne, Whitesnake) gehören.

Ab dem 1. September kann Tate für die Dauer von zwei Jahren den Zusatztitel „Original Lead Singer of Queensrÿche“ oder „Formerly Of Queensrӱche“ verwenden. Nach diesen zwei Jahren darf der Sänger nur noch als Geoff Tate agieren, ohne jegliche Nennung des Namens Queensrӱche. Im Gegenzug ist nur er berechtigt, den Konzept-Meilenstein Operation: Mindcrime (1988) sowie die Fortsetzung Operation: Mindcrime II (2006) in Gänze zur Aufführung zu bringen.

Mit ihrem jetzigen Frontmann Todd La Torre arbeiten Queensrӱche unterdessen an einem weiteren Album. Der Nachfolger ihrer selbstbetitelten LP von 2013, auf der die Kapelle zum klassischen Sound von Werken wie Rage For Order (1986), Empire (1990) und Promised Land (1994) zurückkehrte, soll im Frühsommer 2015 das Licht der Welt erblicken.

»Bei Queensrӱche ging es immer darum, als Band gemeinsam Songs zu schreiben. Lange Zeit war das nicht so, doch jetzt ist es wieder anders«, so Gitarrist Michael Wilton. »Wir haben bereits ein paar Lieder in Demo-Versionen aufgenommen, die sich sehr gut anfühlen. Sie klingen nach den alten Queensrӱche, aber vielleicht etwas progressiver und härter. Wir können das Endresultat selbst kaum erwarten.«

 

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