Rival Sons

Feral Roots

Warner
VÖ: 2019

Zweitstimme Markus Baro

Mit fiesen knarzigen Riffs und einem polternden Rhythmus steigen die Rival Sons derart furios in Feral Roots ein, als wollten sie den Härtegrad des Vorgängers Hollow Bones um jeden Preis übertrumpfen. Das gelingt mit ›Do Your Worst‹, ›Sugar On The Bone‹ oder ›Back In The Woods‹ zweifellos, danach sind die Kalifornier schwer um Abwechslung bemüht. Der Titelsong könnte direkt dem Folk-orientierten dritten Zeppelin-Album entsprungen sein, das soulige ›Imperial Joy‹ mit weiblichem Gesangszierrat, das relaxt-funkige ›Stood By Me‹ oder die etwas süßliche Ballade ›All Directions‹ lassen die von Star-Produzent Dave Cobb extrem zielgerichtet produzierte Scheibe aber ein wenig in der Luft hängen. Dabei könnte alles so leicht sein. Das abschließende ›Shooting Star‹, eine feierliche, stromreduzierte Hymne mit üppigen Chören, ist ein echtes Kleinod.

(8/10)
TEXT: MARKUS BARO

ROCKS PRÄSENTIERT

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