Roxy Blue

Roxy Blue

Frontiers
VÖ: 2019

Alter Name, neuer Sound

Als Roxy Blue im Sommer 1992 mit ihrem an Tesla und Van Halen orientierten Debüt Want Some? auf der großen Bühne erscheinen, ist der Zeitgeist im Wandel und die Band schnell wieder in der Versenkung verschwunden. 27 Jahre später motzen drei Viertel der damaligen Belegschaft ihren alten Namen wieder auf: Statt sich auf den Sound zu konzentrieren, den die verbliebenen Anhänger mit dem Namen Roxy Blue verbinden, dominieren ruppigere Klänge das Bild. ›Scream‹ klingt nach Buckcherry, ›Rockstar Junkie‹ passt zu Velvet Revolver, und das ruhige ›Collide‹ hätten Hinder nicht besser hinbekommen. Da all diese Truppen heute aus kommerzieller Sicht keine Wurst aufs Brot zaubern, kann man dem inzwischen deutlich rauer agierenden Sänger Todd Poole abnehmen, dass er mit seiner Formation schlicht die Musik aufgenommen hat, auf die er heute steht. Das mag angesichts der öffentlichen Erwartungshaltung als Etikettenschwindel durchgehen, liefert aber immerhin einige wirklich starke Nummern — und darauf kommt es letztlich an.

(7/10)

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