Steven Wilson

Drive Home

Kscope
VÖ: 2013

Suchtgefahr

Es ist „nur“ eine EP, und doch ist diese wieder vollgepackt mit Suchtstoff für den Wilson-Afficionado. Angefangen mit der titelgebenden Ballade in einem um rund drei Minuten (durchaus sinnvoll und nicht verstümmelnd) gekürzten Edit, die in scharfem Kontrast zum darauf folgenden ›The Birthday Party‹ steht: einem glitzernden, sehr technischen und eher untypischen Stückchen Handwerker-Prog, das ein Überbleibsel der Sessions für The Raven That Refused To Sing ist.

Der dritte Studiotrack ist der Titelsong jenes Albums in einem neuen Mix: nur Piano, Stimme und Orchester. Die Wirkung ist noch ein bisschen düsterer, nebliger als die bekannte Version. Die vier Live-Tracks zeigen wie erwartet die makellose Interaktion der inzwischen perfekt eingespielten Band, auf der DVD auch optisch nachvollziehbar. Die enthält zudem die Videos zu ›Drive Home‹ und ›The Raven That Refused To Sing‹. Modern, minimalistisch, nie überladen — eben genauso wie die Musik. 

(8/10)

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