Big Big Train
Folklore
English Electric
5
Retro-Prog vom Feinsten

Dieses vielleicht englischste aller englischen Alben, wenngleich mit Rikard Sjöblom und Nick D’Virgilio ein Schwede und ein Amerikaner zur Stammbesetzung gehören, setzt die Tradition des Geschichtenerzählens fort — das Alleinstellungsmerkmal dieser Retro-Prog-Band mit so viel frühen Genesis im Blut. Es gibt etwas mehr Jazzeinflüsse, etwas mehr Folk und durch die gelungene Integration des kleinen Bläserensembles und Geigerin Rachel Hall wird die mittlerweile achtköpfige Truppe zu einem wahren kammermusikalischen Ereignis. So grenzt sie sich von jener Spielart des Prog ab, die ihre Fortschrittlichkeit in Metal- oder Elektronik-Einflüssen sucht. Mit dem Titelsong hat sie einen der stärksten (tanzbaren!) Ohrwürmer geschaffen, die das Genre je hervorgebracht hat. Über weite Strecken aber herrscht beschauliche, besinnliche Melancholie. Bevor es aber zu betulich wird, demonstrieren die Instrumentalisten gerade in den längeren Stücken immer wieder ihr Handwerk und zeigen, dass diese Musik nicht nur schön, sondern eben auch auf-, an- und erregend sein kann. Und Sänger David Longdon ist mehr als zuvor der zweitbeste Peter Gabriel, den es je gab.
 

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