Doyle Bramhall II
Rich Man
Concord
5
Der Weg aus der Dunkelheit

Das Warten hat sich gelohnt. Das erste Soloprojekt des langjährigen Clapton-Begleiters seit 15 Jahren besticht durch eine Vielzahl meisterhaft kombinierter Sounds, persönlichen Songtexten und einer Stimme, die unter die Haut geht. Mit 13 Titeln dringt der Texaner in die Seele des Hörers: Sein Gespräch mit seinem verstorbenen Vater (Doyle Bramhall) in ›November‹ lässt seine tiefe Trauer spürbar werden und zelebriert gleichzeitig die verbindende Kraft der Musik. ›New Faith‹, ein getragenes Duett mit der Jazzsängerin Norah Jones, ist ebenso anrührend und von unfassbarer Schönheit. Der gefeierte Gitarrist Bramhall setzt sein Arbeitsgerät sparsam ein und baut diesmal eher auf ein spannendes Wechselspiel von Instrumenten aus verschiedenen Kulturen, was den weltoffenen Tenor des Albums wirkungsvoll unterstreicht. Mit Rich Man hat er ein Album voller Hoffnung und Humanität erschaffen, das ohne erhobenen Zeigefinger den Weg aus der Dunkelheit zeigt — mit einem Sound, der irgendwo zwischen Lenny Kravitz, Blues, Rock und Soul changiert.

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