The Move
The Move / Shazam
Esoteric
4
Scheuklappenfrei ins Knie geschossen

The Move, die ihr nach sich selbst benanntes Debütalbum 1968 veröffentlichten, wirkten zwischen den harmonischen Beatles und den rabaukenhaften Stones wie ein rätselhaftes, schwer zu fassendes Chamäleon. The Move besticht vor allem durch eine verwirrende Vielfalt musikalischer Einfälle und wirkt wie eine Collage aus Psychedelia, handfestem Rock, softesm Gesäusel. Selbst in den Hits ›Here We Go Round The Lemon Tree‹ und ›Flowers In The Rain‹ blitzt schräger Humor auf. »Jeder Roy Wood-Song war anders«, wird Frontmann Carl Wayne im Booklet zum zweiten Album zitiert, »und so großartig sie auch waren, hatten wir uns damit selbst ins Knie geschossen.« Shazam, erschienen im Februar 1970, wurde entsprechend von der Kritik geliebt, weniger vom Publikum. Das Album, das nur sechs längere Songs enthält, ist Prog-Rock à la Move, der nicht mit Handwerker-Meisterbriefen protzt, sondern einfach nur scheuklappenfrei ist und selbstredend immer wieder mit irren Wendungen aufwartet.
Bereits 2007 erschienen üppige Neuauflagen der beiden Alben auf Salvo. Diese neuen Editionen erweitern diese noch: The Move enthält neben dem remasterten Original-Mono-Album auf zwei CDs zahlreiche Bonus-Tracks, alternative Versionen, Stereo-Mixe. Die dritte CD besteht aus BBC-Sessions von Januar 1967 bis Januar 1968. Der Clou der Shazam-Edition ist ebenfalls eine CD mit BBC-Sessions, die unter anderem Interview-Schnipsel plus eine gewagte Mischung von Coversongs (von Beach Boys bis Neil Diamond) enthält.

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