Opeth
Sorceress
Nuclear Blast
5
Es gibt kein Zurück

Einst gestartet als Hybrid aus räudigem Death Metal und feingesponnenem Prog-Rock, hat Mikael Åkerfeldt längst jeden metallischen Ansatz in seiner Musik fallengelassen. Zuletzt hatten sich Opeth für Pale Communion (2014) tiefer denn je durch die Klangwelten des Siebziger-Prog von Wishbone Ash bis King Crimson gewühlt. Dass ihr so entstandener Retro-Sound dennoch niemals alt wirkt, liegt daran, dass die Schweden nicht so spielen, wie 1970: Bei Åkerfeldt entsteht Neues aus dem Geist des Alten. Sorceress hat einen ganz anderen Charakter und mutet zuweilen wie eine grollige Heavy-Ausgabe von Heritage (2011) und Pale Communion an — trotz vieler getragenen Akustik-Passagen, von denen besonders die göttliche Jethro-Tull-Verbeugung ›Will O The Wisp‹ dieses Album ungeheuerlich aufwertet. Es gibt wieder lautere Gitarren, mehr Orgel, mehr Instrumental-Duelle: Bei Opeth wird’s so schnell nicht langweilig. Man höre nur ›Strange Brew‹, ›Chrysalis‹ oder ›The Wild Flowers‹ — gegen diese Kabinettstücke wirken der mächtige Titelsong geradezu platt. Zurück zu den deftigen Opeth zur Zeit von Blackwater Park? Bloß nicht!
 

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