Simo
Let Love Show The Way
Provogue
5
Aufrüttelnde Kraft

Seit einigen Jahren schon mischt dieses von Sänger und Gitarrist J.D. Simo angeführte Power-Trio die Clubs von Nashville auf. Der Ruf, der ihnen vorauseilt, ist der einer waschechten Spektakel-Band und in gewisser Weise vergleichbar mit dem von The Brew.
Wie ihre britischen Kollegen hat sich der von Bassist Frank Swart und Schlagzeuger Adam Abrashoff (kesselt in bester Bonham-Manier) komplettierte Dreier einem wahnsinnig energetischen Sound verschrieben, der mit zügellos-jugendlichem Elan den psychedelischen Bluesrock der späten Sechziger katalysiert und in einem prachtvollen Feuerwerk zur Explosion bringt. J.D. Simos energischer Stil auf der Les Paul ist immens an Duane Allman geschult, aber auch an Mike Bloomfield und Peter Green. Der bemerkenswerte Gitarrenkünstler ist eindeutig Blickfang und Zentrum dieser improvisationsfreudigen Band, die den meisten ihrer Wettbewerber eins voraus hat: Songs. Die mögen nach traditionellen Mustern funktionieren und einen Großteil ihrer Faszination aus dem Zusammenspiel der drei Musiker und Simos traumhaften Solo-Ausritten beziehen, haben dabei aber so viel Wucht, Groove und aufrüttelnde Kraft, dass sie problemlos auch außerhalb des Blues- und Jam-Rock-Zirkels bis hinein in die Klientel der angesagten Rival Sons Anklang finden sollten.
Was Let Love Show The Way zudem eine ansprechende eigene Note verleiht, ist der unterschwellige Southern-Einschlag der Musik. Den hatten Simo bereits auf ihrer ersten LP, die jüngsten Aufnahmen in der einstigen Residenz der Allman Brothers Band in Macon, Georgia aber scheinen ihn jetzt noch weiter forciert zu haben. Let Love Show The Way ist das Album, das sich viele zuletzt vergeblich von Philip Sayce erhofft hatten: Ein heißer Song-Mix aus psychedelischem Heavy-Blues und hartem Power-Rock mit berauschenden Soloorgien, die direkt aus der Seele kommen.
 

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