Temple Of The Dog
Temple Of The Dog
A&M
6
Gewaltiger Classic-Rock

Mother Love Bone standen unaffektiertem Sleaze- und Street-Rock mit Querverweisen auf Led Zeppelin immer bedeutend näher als dem Grunge. Und auch die einzige, als Tribut an den 1990 an einer Überdosis Heroin verstorbenen Sänger Andrew Wood veröffentlichte Platte von Temple Of The Dog mag so gar nicht ins Alternative-Korsett passen: Es ist tief unter die Haut gehender Classic-Rock, den hier Musiker von Soundgarden und Hinterbliebene von Mother Love Bone (die bald darauf mit dem Sänger Eddie Vedder Pearl Jam entstehen lassen) zu Ehren von Wood vertonen. Mit Liedern wie ›Pushin Forward Back‹, ›Say Hello 2 Heaven‹ und ›Times Of Trouble‹ ist Temple Of The Dog ein gewaltiges Heavy-Rock-Monument mit deutlichem Siebzigerbezug, dessen Songs nicht ohne Grund auch heute immer mal wieder in den Setlisten einer Band wie Gov't Mule auftauchen — das von Chris Cornell und Vedder gemeinsam intonierte ›Hunger Strike‹ ist längst nicht die einzige Perle.
Die 25th Anniversary Edition mit 2 CDs und einer DVD, die Konzertmitschnitte höchst unterschiedlicher Qualität zeigt sowie einer Audio-Blu-ray als Beigaben, wirkt etwas überhastet zusammengestellt. Die alternativen Mixe, Arbeitsversionen und zwei unveröffentlichten Stücke sind nett, demonstrieren letztlich aber nur, dass Temple Of The Dog seinerzeit die richtigen Songs auf Platte gepresst haben.
Die Flip-Top-Box enthält zudem ein Begleitheft mit Liner-Notes des amerikanischen Rolling Stone-Autors David Fricke, einen lentikularen Sticker des Covers und ein Poster.

ROCKS präsentiert

The Quill
Born From Fire
Great White
Full Circle
Delaney & Bonnie
Motel Shot (Expanded Edition)
Styx
The Mission
Hell In The Club
See You On The Dark Side
Broken Teeth
4 On The Floor
Little Steven
Soulfire
Danzig
Black Laden Crown
Amplifier
Trippin’ With Dr. Faustus
Johnny „Guitar“ Watson
At Onkel Pö’s Carnegie Hall
The Magpie Salute
The Magpie Salute
Roger Waters
Is This The Life We Really Want?