Blue Öyster Cult

Hard Rock Live Cleveland 2014

Frontiers
VÖ: 2020

Ein Manifest der Zeitlosigkeit

Ihrem ersten neuen Studio-Werk seit dem 2001 veröffentlichten Curse Of The Hidden Mirror schicken die fast totgeglaubten Ostküsten-Rocker neben dem neu aufgenommenen Best-of-Sammelsurium Cult Classics auch ein 2014 entstandenes Live-Dokument voraus, das ihren ohnehin zweifelhaften Ruf als subversive Grobmotoriker als haltlos entlarvt. Der 1970 gegründete Fünfer agiert hier mit ungehemmter Spielfreude und auf hohem technischem Niveau und verbindet den psychedelisch umnebelten Triple-Gitarren-Sound früherer Tage mit dem eleganteren Liedgut von Alben wie Fire Of Unknown Origin.

Stücke wie ›The Red And The Black‹ oder ›Career Of Evil‹ klingen geschliffener und weniger dekadent, ohne an Biss verloren zu haben, während die melodischen Feinheiten eher unbesungener Perlen wie ›The Vigil‹ oder ›Black Blade‹ weitgehend intakt bleiben. Wer die Truppe um Sänger und Gitarrist Eric Bloom immer noch auf Hits wie ›Godzilla‹ und ›Don’t Fear The Reaper‹ reduziert, hat hier einiges zu entdecken. Vor allem das zehnminütige ›Shooting Shark‹ unterstreicht mit kühlen Synthesizerwogen und starken Soloeinlagen nachdrücklich die Zeitlosigkeit der blauen Austern.

Keine Wertung
TEXT: MARKUS BARO

ROCKS PRÄSENTIERT

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