Chuck Berry

Live From Blueberry Hill im Dezember

Über 200 Mal trat Chuck Berry noch im hohen Alter im Restaurant-Club "Blueberry Hill" auf. Mit Live From Blueberry Hill wird am 17. Dezember ein Zusammenschnitt von Aufnahmen dieser Konzertserie erhältlich.

TEXT: DANIEL BÖHM

Über 200 Mal trat Chuck Berry noch im hohen Alter in dem Restaurant-Club "Blueberry Hill" seines Freundes Joe Edwards in St. Louis auf. Mit Live From Blueberry Hill wird am 17. Dezember ein Zusammenschnitt von Aufnahmen erhältlich, die an diesem Ort zwischen 2005 und 2006 aufgezeichnet wurden.

In der Band der Rock'n'Roll-Ikone, die am 18. Oktober 95 Jahre alt geworden wäre, spielten unter anderem sein Sohn Charles Berry Jr. unnd seine Tochter Ingrid Berry.



Mit seiner Musik hat Chuck Berry Bands wie die Beatles, die Rolling Stones und die Beach Boys maßgeblich beeinflusst. Zu seinen tausendfach nachgespielten Klassikern gehören ›Johnny B. Goode‹, ›Maybellene‹, ›Roll Over Beethoven‹, ›Rock and Roll Music‹ und ›Sweet Little Sixteen‹, in denen er Elemente aus Rhythm And Blues, Rockabilly und Country kombinierte. Legendär ist auch der von ihm populär gemachte „Duckwalk“, eine tänzerische Show-Einlage, die später unter anderem von Angus Young (AC/DC) aufgegriffen wurde.

Als Sohn eines baptistischen Diakons am 18. Oktober 1926 in St. Louis geboren, schlug sich Charles Edward Anderson Berry zunächst als Friseur, Fabrikarbeiter und Pförtner durch, bevor ihm Mitte der Fünfziger gleich mit der ersten Single ›Maybellene‹ für das namhafte Label Chess Records der Durchbruch als Musiker gelang.

Ab Mitte der Sechziger flaute sein Erfolg langsam ab, obwohl ihm 1972 mit ›My Ding-a-Ling‹ sein einziger Nummer-eins-Hit in den USA glückte. 1984 erhielt Berry einen Grammy für sein Lebenswerk, 1986 wurde er als einer der ersten Künstler in die neugegründete Rock And Roll Hall Of Fame aufgenommen.
 


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