Eclipse

Wired

Frontiers
VÖ: 2021

Im Norden nichts Neues

Große Riffs, große Refrains und große Produktion: Auch auf ihrem achten Studio-Album Wired weichen Eclipse kaum von ihrer bestens erprobten Linie ab und bieten zeitgemäßen Melodic Rock mit Kante. Dabei geht der Vierer um Sänger und Gitarrist Erik Mårtensson und Gitarrenkollege Magnus Henriksson im Vergleich zum Vorgänger Paradigm (2019) stellenweise härter zu Werke, was etwa die Vorabsingle ›Bite The Bullet‹ zu einem echten Dicke-Hose-Rocker im Stadionformat werden lässt und ›Roses On Your Grave‹ zum perfekten Opener macht.

Wie ausgefeilt Eclipse ihre Hooklines aufbauen, zeigt sich bei ›Dying Breed‹ und dem knapp an der Peinlichkeitsgrenze vorbeischrammenden, aber letztlich exzellent funktionierenden künftigen Live-Kracher ›Saturday Night (Hallelujah)‹, die nicht nur sofort ins Ohr gehen, sondern selbiges auch kaum wieder verlassen. ›Run For Cover‹ könnte ebenso wie ›Things We Love‹ als schmissige Roxette-Nummer durchgehen (was durchaus als Kompliment zu verstehen ist), und mit ›Carved In Stone‹ ist den Schweden auch die oligatorische Melancholie-Ballade bestens gelungen. Was exzellent funktioniert, muss auch nicht verändert werden.

 

(8/10)

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