Magnum

Live At The Symphony Hall

Steamhammer
VÖ: 2019

Ein magischer Abend im Wohnzimmer

Die melodischen Bombast-Hardrocker aus Birmingham lassen es auch ohne ihren langjährigen Keyboarder Mark Stanway keinen Millimeter ruhiger angehen. Neuzugang Rick Benton scheint der altgedienten Truppe um Sänger Bob Catley und Gitarrist Tony Clarkin sogar eine Frischzellenkur verpasst zu haben, die auf dem starken letzten Album Lost On The Road To Eternity zu einem noch erhabeneren Klangbild geführt hat. Der neue Elan hat sich auch auf ihr Bühnenwirken übertragen. Neue Stücke wie ›Without Love‹ oder der mit einem Gastauftritt von Tobias Sammet (Edguy, Avantasia) versehene Titelsong klingen mitreißend, dynamisch und auch eine ganze Ecke unpolierter, als das jeweilige Studio-Pendant, die unverzichtbaren Klassiker wie das um einen Jam erweiterte ›How Far Jerusalem‹, ›Les Morts Dansant‹ oder das endlich wieder elektrifizierte ›The Spirit‹ versprühen immer noch die unnachahmliche Magnum-Magie. Und das vielleicht an diesem Abend noch eine Spur intensiver, denn das Quintett ist erstmals seit zwanzig Jahren wieder in seiner Heimatstadt aufgetreten. Es war ein besonderer Abend, der mit ihrer Hymne ›When The World Comes Down‹ stimmungsvoll zu Ende gegangen ist und eine Konservierung für die Nachwelt voll und ganz rechtfertigt.

Keine Wertung
TEXT: MARKUS BARO

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