INXS

Verfilmtes Mysterium

Das kurze Leben des Michael Hutchence war schon immer filmreif. Am 30. Januar kommt unter dem Titel Mystify: Michael Hutchence ein Doku über den legendären Frontmann der australischen Groove-Rocker INXS in die Kinos.

TEXT: AGI RASCHKA

Der Sänger der australischen Pop- und Groove-Rocker INXS, die in den Achtzigern und frühen Neunzigernmit Hits wie ›Need You Tonight‹, ›Mystify‹ oder ›Suicide Blonde‹ und energiereichen Konzerten weltweite Bekanntheit erlangten, war jemand, auf den das Attribut „Rockstar“ vollumfänglich zutraf. In allen Dimensionen —  Aussehen und Ausstrahlung, exzentrische Ausbrüche, Drogeneskapaden und skandalumrankte Beziehungen inklusive.

Auch Hutchences Privatleben sorgte regelmäßig für Schlagzeiten. Bis zu seinem mysteriösen Tod: Im November 1997 wurde der Rock-Star erhängt mit einem Gürtel in seinem Hotelzimmer in Sydney aufgefunden. Die Umstände deuteten auf Suizid — bis heute halten sich jedoch die Gerüchte, der damals 37 Jahre alte Hutchence sei während einer bizarren Sexpraktik gestorben.

Filmemacher Richard Lowenstein war ein enger Freund des Musikers. In beiden Funktionen möchte er mit Mystify: Michael Hutchence viele Irrtümer geraderücken, die sich im Zusammenhang mit dem Sänger im kollektiven Gedächtnis festgefressen haben. Auch Landsfrau und Pop-Ikone Kylie Minogue und Model Helena Christensen zu Wort, mit denen Hutchence liiert war, kommen ausführlich zu Wort.

Aber auch seine Geschwister und ehemalige Bandkollegen und zeichnen das Leben und das Wirken von Michael Hutchence ausführlich nach. Bisher unveröffentlichte, private Filmaufnahmen sind ebenso Teil dieses Porträts über den auf der Bühne überaus extrovertierten Showman, der sich privat dagegen unsicher und schüchtern zeigte.

Das Finale von Mystify: Michael Hutchence besteht aus einer beinahe hyperventilierenden Nachzeichnung der letzten Stunden eines verzweifelten und an Depressionen leidenden Mannes, der kurz darauf Suizid beging.


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