Threshold
Nuclear Blast
VÖ: 2014
Und wieder haben sie es geschafft! Auch auf ihrem mittlerweile zehnten Studioalbum liefern die britischen Prog-Metaller mit dem goldenen Händchen für hochatmosphärische Ohrwürmer kompositorische Gourmetkost ab.
Overkill
Nuclear Blast
VÖ: 2014
Auch 34 Jahre nach Betriebsaufnahme verschwenden die Herrschaften um Frontmann Bobby „Blitz“ Ellsworth keinen Gedanken an Altersmilde, sondern servieren ihren Thrash Metal noch immer roh und unverdünnt.
DeWolff
Re Music
VÖ: 2014
DeWolff spielen auf einem Instrumentarium, das mindestens doppelt so alt ist wie sie selbst. Damit haben sie anfangs ebenso alte Musik gemacht — mehr Retro ging eigentlich nicht: Mit Orgel, Gitarre und Schlagzeug erzeugten sie einen Sound, der weniger an naheliegende Größen wie The Nice denn an Bands aus der zweiten Reihe wie Atomic Rooster anknüpfte.
The Delta Saints
The Delta Saints
VÖ: 2014
Zwischen diesem neuen Konzertmitschnitt und der Aufzeichnung Rockpalast — Live From Bonn, Germany liegen gerade mal drei Jahre. Und doch klingt die Southern Rock- und Blueskapelle aus Nashville, deren Studio-LP Death Letter Jubilee im vergangenen Jahr zu Recht nach allen Regeln der Kunst gefeiert wurde, völlig anders auf Live At Exit/In.
Eric Clapton
Polydor
VÖ: 2013
Was für ein Karriereweg: Mit seinen Beiträgen zum Beano-Album der Bluesbreakers revolutionierte Eric Clapton in den Sechzigern die E-Gitarre als Lead-Instrument. Mit Cream baute er seinen Status als erster Gitarren-Gott der Geschichte aus — und als Blind Faith aufgrund falscher Erwartungshaltung von Anbetern und Presse 1969 scheitern, rückt Clapton von allem ab, was auch nur entfernt nach Saitenheldentum riecht.
Emerson Lake & Palmer
Mercury
VÖ: 2014
Dass 1973 als das mitunter wichtigste Jahr des Progressive-Rock gilt, ist nicht zuletzt Brain Salad Surgery zu verdanken: Jenem letzten im Kollektiv erarbeiteten Meisterwerk der wenig kompromissbereiten ELP, die sich darauf tollkühn in düster-bizarre Klangabgründe stürzten, die der Vorgänger Trilogy bestenfalls erahnen ließ.
Tesla
Frontiers
VÖ: 2014
Fast sechs Jahre haben die legendären Hardrocker aus Sacramento gebraucht, um nach dem erstklassigen Forever More (2008) ein weiteres Studioalbum fertigzustellen. Eine verdammt lange Zeit, die das Quintett um Frontröhre Jeff Keith dazu genutzt hat, eine klar definierte musikalische Strategie auszuarbeiten.
Blues Pills
Nuclear Blast
VÖ: 2014
Jetzt ist es amtlich: Nach drei formidablen EPs und etlichen feurigen Konzerten belegen die international besetzten Blues Pills, dass sie auch über die Strecke eines kompletten Albums überzeugen können. Lässt man sich ihren selbstbetitelten Erstling auf der Zunge zergehen, ist es beinahe unmöglich, nicht in den Chor begeisterter Beifallklatscher einzusteigen.
Judas Priest
Sony
VÖ: 2014
Seit dem Wiedereinstieg von Rob Halford brachte die britische Metal-Legende gerade mal zwei Platten zustande. Weder das hüftsteife Angel Of Retribution (2005) noch das in jeglicher Hinsicht überdimensionierte Konzept-Opus Nostradamus (2008) konnten begründen, weshalb Judas Priest als eine der stilprägendsten Heavy-Metal-Formation überhaupt gelten.
H.E.A.T
EAR Music
VÖ: 2014
Auf ihrem brillanten Drittwerk Address The Nation näherten sich die schwedischen Melodic-Rock-Jungspunde entschlossen wie nie dem stadiontauglichen Hardrock der Achtziger. Dass sie die Hinwendung zu mehr Power und breitbeinigen Refrains auf Tearing Down The Walls fortsetzen, ließ bereits die vorab präsentierte Single ›A Shot At Redemption‹ erahnen.
U.D.O.
AFM
VÖ: 2014
Mit Russland bleibt Udo Dirkschneider besonders eng verbunden — ein dankbares Publikum und viele Tourneen haben ein inniges Verhältnis zu der Region des ehemaligen Ostblocks wachsen lassen. Das Doppel-Album Live From Moscow ist weder das erste, noch das beste Konzertdokument, das der ehemalige Sänger von Accept in diesem Land hat aufzeichnen lassen
Kenny Wayne Shepherd
Provogue
VÖ: 2014
In Anschluss an seinen Supergroup-Ausflug mit The Rides ließ sich der seit seiner Kindheit vom Blues besessene Gitarrist kurzzeitig in seiner Heimatstadt Louisiana nieder. Dort widmete er sich der vorliegenden Hommage an seine größten Helden.
Neal Schon
Frontiers
VÖ: 2014
Zwei Jahre nach seinem rein instrumental gehaltenen Alleingang The Calling legt der Gitarrist der AOR-Legende Journey nach. Unterstützt wurde er dabei von Bassist Marco Mendoza (Whitesnake, Ted Nugent) sowie Journey-Schlagzeuger Deen Castronovo, mit denen er sich bei sieben von neun Songs auch den Gesang teilt.
Chris Robinson Brotherhood
Silver Arrow
VÖ: 2014
Es muss einen Zusammenhang geben: Die Musik der Chris Robinson Brotherhood lässt sich immer schwieriger in Worte kleiden — und Black Crowes-Freigeist Chris Robinson wirkt immer glücklicher. Phosphorescent Harvest demonstriert es nur zu gut.
Motorpsycho
Stickman
VÖ: 2014
Seit fünfundzwanzig Jahren irrlichtern die Norweger durch die Weiten des konventionsfreien Klangkosmos, ohne auch nur einen Funken ihres ausgeprägten Abenteurergeistes verloren zu haben. Die Kooperation mit dem Trondheimer Jazzorchester und einem Streichoktett auf The Death Defying Unicorn markierte vor zwei Jahren den Höhepunkt ihres fantasievollen Schaffens
Wilko Johnson/Roger Daltrey
Chess
VÖ: 2014
Es ist nahezu unmöglich, vom Schicksal des früheren Gitarristen der Pub-Rock-Pioniere Dr. Feelgood unberührt zu bleiben: Anfang 2013 wurde bei Wilko Johnson fortgeschrittener Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert — doch anstatt sich einer Behandlung zu unterziehen, zog er es vor, die ihm verbleibenden Monate zu nutzen, um seinen Fans auf einer allerletzten Club-Tournee Lebewohl zu sagen.
IQ
Giant Electric Pea
VÖ: 2014
Um ihn herum mag sich die Musik noch so aufbrausend und düster geben — das Erkennungszeichen der famosen Neo-Progger ist auch auf ihrem zehnten Studioalbum die markante Stimme von Peter Nicholls. In der Tat hat sich das Tun der Engländer zu mehr Heaviness, einer unterschwelligen Düsternis und zu differenzierteren Arrangements verschoben.
Gamma Ray
EAR Music
VÖ: 2014
Kai Hansen und sein Power-Metal-Outfit haben das erste Vierteljahrhundert ihrer Kariere voll gemacht — es wäre nicht vermessen, wenn man die erfahrenen Musiker im Herbst ihrer Karriere wähnte. Doch weit gefehlt: So frisch und unverbraucht wie auf Empire Of The Undead klangen die Hamburger schon seit Land Of The Free (1995) nicht mehr: Sturm und Drang statt Altersmilde ist angesagt.
Edguy
Nuclear Blast
VÖ: 2014
Die beste Heavy-Metal-Platte aller Zeiten hat Tobias Sammet scherzhaft versprochen. Tatsächlich legen sich Edguy auf Space Police — Defenders Of The Crown mächtig ins Zeug, um dem eigenen Anspruch gerecht zu werden.
Sebastian Bach
Frontiers
VÖ: 2014
Mit Kicking & Screaming (2011) lieferte die ehemalige Rampensau von Skid Row ein fast durchweg gelungenes Album ab, das trotz betont moderner Riffs mitreißende Melodiebögen und griffige Refrains mit sich führte. Give ’Em Hell führt diese Marschroute fort.
Black Label Society
Mascot
VÖ: 2014
Seit 1998 treiben Black Label Society ihr Unwesen, und bei einer Werkschau der bisherigen acht Studioalben ist unschwer zu erkennen, dass Bandboss Zakk Wylde seine gewinnbringende Formel in all den Jahren nicht sonderlich verändert hat.

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