Eric Bibb
Provogue
VÖ: 2021
Ähnlich wie bei seinem noch erfolgreicheren Kollegen Keb’Mo reicht die Musik von Eric Bibb weit über das hinaus, was man gemeinhin unter dem Etikett des Akustik-Blues erwarten würde. Seine Interpretation dieser Musik ist tief im Folk und in der Storyteller-Kunst der großen Singer-Songwriter Amerikas verwurzelt.
Stephan Kurenbach
VÖ: 2019
Bücher über Udo Lindenberg gibt es etliche, zumindest Hinter all den Postern (1980), El Panico (1989) und UDO (2018) sollten Sympathisanten des deutschen Rockurgesteins gelesen haben. Stephan Kurenbach wählt einen anderen Ansatz für seinen Udo-Schmöker.
Roger Chapman
RUF
VÖ: 2021
Chappo, der nächstes Jahr 80 wird, kommt er mit einem neuen Werk, auf dem er nach eigener Aussage die verschiedenen musikalischen Stile verbindet, die sein Leben beeinflusst haben.
Monster Magnet
Napalm
VÖ: 2021
Mit zehn Alben haben sich Monster Magnet längst als erfolgreiche Nachlassverwalter des Psychedelic Rock etabliert. Auf A Better Dystopia legt Mastermind Dave Wyndorf nun die Inspiration seines Schaffens offen.
Motorpsycho
Stickman
VÖ: 2021
Es geht Schlag auf Schlag bei Motorpsycho. Erst im August schlossen die Norweger ihre aus The Tower (2017), The Crucible (2019) und The All Is One (2020) bestehende Album-Trilogie ab — ein gutes halbes Jahr später haben sie bereits die nächsten siebzig spannenden Musik-Minuten auf Platte gebracht.
Robin Trower, Maxi Priest, Livingstone Brown
Manhaton
VÖ: 2020
Bereits im vergangenen Herbst wurde dieses Album digital verbreitet, nun erscheint United State Of Mind auch physisch auf CD. Alles andere wäre für Anhänger des Soul Blues auch eine herbe Enttäuschung gewesen. Und für Fans von Robin Trower (einst bei Procol Harum) erst recht.
The Vintage Caravan
Napalm
VÖ: 2021
Die Isländer dürften dem Geheimtipp-Status spätestens mit ihrem starken vierten Album Gateways (2018) entwachsen sein, auf dem die drei jungen Musiker nur noch dezent ihre großen Vorbilder wie Cream, Led Zeppelin oder Robin Trower zitiert und hörbar um eigenes Profil gerungen haben.
Rhabstallion
Golden Core
VÖ: 2021
Selbst ausgewiesene Kenner der New Wave of British Heavy Metal haben die 1976 gegründete Truppe kaum auf dem Schirm, reichte es doch seinerzeit für wenig mehr als einen Beitrag zum Kult-Sampler New Electric Warriors (1980). Seit 2018 sind die Briten in Originalbesetzung zurück.
Poverty's No Crime
Metalville
VÖ: 2021
Die 1991 unweit von Bremen ins Leben gerufenen Poverty’s No Crime nehmen seit jeher eine Sonderstellung unter den nationalen Prog-Metal-Bands ein: In ihren vielschichtig arrangierten Kompositionen kehren die Musiker ihr handwerkliches Geschick nicht unter den Teppich, sondern stellen es bedingungslos in den Dienst der Songs.
Styx
Universal
VÖ: 2021
Unter einem Konzept-Album geht es bei den amerikanischen Pomp- und Prog-Rockern schon lange nicht mehr. Wie hervorragend Styx gealtert sind, lässt Crash Of The Crown schnell erkennen.
Warrant
Frontiers
VÖ: 2017
Dass es für die US-Hardrocker ein Leben nach ihrem verstorbenen Kreativkopf Jani Lane gibt, bewies 2011 bereits das erfreulich starke Rockaholic. Louder Harder Faster demonstriert ungeachtet des schrecklich klischeehaften Titels endgültig, dass die Band und ihr heutiger Frontmann Robert Mason eine prima funktionierende Einheit bilden.
Myles Kennedy
Napalm
VÖ: 2021
Drei Jahre nach Year Of The Tiger veröffentlicht Myles Kennedy sein zweites Solo-Album. Wie schon beim Vorgänger vertraut der Sänger und Gitarrist erneut der Rhythmusgruppe aus Bassist Tim Tournier und Drummer Zia Uddin. Allerdings geht es diesmal weniger reduziert-akustisch und musikalisch vielfältiger zu.
Kayak
InsideOut
VÖ: 2021
Seit den frühen Siebzigern wandeln die Niederländer auf den Spuren von Yes, Genesis und King Crimson und haben ihren Prog-Sound immer weiter für Pop und Bombast geöffnet. Auch auf Out Of This World können sie sich nicht recht entscheiden, ob sie Progressive Rock, Edel-Pop oder Musical machen wollen. Der Titelsong hat gleich ein bisschen von allem.
Johan Kihlberg's Impera
Metalville
VÖ: 2021
Für das jüngste Album seines Bandprojekts Impera hat der schwedische Schlagzeuger Johan Kihlberg erneut prominente Gäste um sich geschart: Neben Bassist John Levén (Europe) und Drummer Snowy Shaw (King Diamond, Sabaton, Mercyful Fate) hat Kihlberg insbesondere mit Nocturnal Rites-Frontmann Jonny Lindkvist einen guten Fang gemacht.
Infinite & Divine
Frontiers
VÖ: 2021
Multiinstrumentalist und Songschreiber Jan Åkesson (Gitarre, Bass, Keyboards) und Sängerin Terese Persson haben sich 2019 gefunden und mit Gast-Schlagzeuger Jens Westberg ihr Debüt-Album Silver Lining aufgenommen. Infinite & Divine haben sich melodischem Hardrock/Metal mit modernen, recht sinfonischen Prog-Einsprengseln (›Not Too Late‹) verschrieben.
Rhinoceros
Esoteric
VÖ: 2020
Die Ambitionen, die die beiden Produzenten Paul Rothchild (The Doors) und Frazier Mohawk (Buffalo Springfield) mit Rhinoceros verfolgten, waren doch etwas hoch gesteckt: Zur Weltherrschaft hat es die von ihnen 1967 aufwendig für die Plattenfirma Elektra zusammengestellten „Supergroup“ nicht geschafft — zu drei zumeist hörenswerten Alben allerdings schon.
Incredible Pack
Monogenuss
VÖ: 2021
Seit vier Jahren existiert dieses Power-Trio mit dem 1988 als Gitarrist der Jule Neigel Band bekannt gewordenen Andreas Schmid-Martelle (der hier auch singt), Bassist Tony Spagone und Schlagzeug-Legende Manni von Bohr. Auf ihrem ersten Album als Incredible Pack stehen die Zeichen in den besten Momenten ganz auf vollgeerdeten Power-Blues-Rock.
Nancy Wilson
Carry On
VÖ: 2021
Unspektakulär, harmlos, nett. Das sind die ersten Eindrücke von Nancy Wilsons Solo-Album. Vielleicht ist diese wenig schmeichelhafte Einschätzung im Vergleich mit der stets aufgeregter, innovativer musizierenden Stammband Heart oder der expressiveren Sangesschwester Ann ungerecht.
Icon Of Sin
Frontiers
VÖ: 2021
In der Punktewertung liegen diese beiden Rezensionen gar nicht so weit auseinander. In der Begründung schon. Ja: Durch Mendes’ Stimme sind Vergleiche mit Iron Maiden und dem Schaffen von Dickinson als Solo-Künstler unausweichlich. Aber das ist es gar nicht, was Icon Of Sin die Luft abschnürt.
Greta Van Fleet
Republic
VÖ: 2021
Sie sind die derzeit wohl am stärksten polarisierende Band. Dabei haben die drei Gebrüder Kiszka und Trommler Daniel Wagner aus Michigan nichts anderes getan, als auf ihrem 2018 veröffentlichten Debüt etwas zu offensichtlich Led Zeppelin zu huldigen. Auf seinem Zweitwerk hat das Quartett eine beachtliche Entwicklung vollzogen und seinen Sound breiter aufgestellt.
Icon Of Sin
Frontiers
VÖ: 2021
Als YouTube-Phänomen Dickinson hat der Brasilianer Raphael Mendes unzählige Klicks ergattert und sein Publikum mit humorvollen Darbietungen erfreut. Doch es ist eine Sache, ob man in der Stimme von Bruce Dickinson augenzwinkernd Songs von Helloween, Dio oder Megadeth darbietet, oder ein ganzes Album mit eigenen Stücken auf diese Weise fabriziert.

DAS AKTUELLE HEFT

Das neue ROCKS ist da! Heft Nr. 91 (06/2022) ab heute im Handel!