Herman Frank
AFM
VÖ: 2021
Herman Frank, Gitarrist von Victory und einst auch bei Accept, ist als Instrumentalist über jeden Zweifel erhaben. Two For A Lie ist sein bestes Solo- und Projekt-Album seit langem, das qualitativ auch mit seinen ersten zwei Moon’Doc-Platten Moon’Doc (1995) und Get Mooned (1996) mithält.
Electric Boys
Mighty Music
VÖ: 2021
Auf ihrer ersten Single ›Halleluja! I’m On Fire‹ und dem ein Jahr später nachgelegten Erfolgs-Debüt Funk-O-Metal Carpet Ride (1990) verbanden die Electric Boys sleazigen Hardrock mit dem Groove neu durchstartender Funk-Rock-Helden.
Steve Cropper
Mascot
VÖ: 2021
Im Herbst dieses Jahres wird Steve Cropper, Gitarrist, Songwriter, Produzent für Stax Records sowie Mitglied der legendären Booker T. & The MGs und der Blues Brothers, 80 Jahre alt. Mit Felix Cavaliere hatte er zuletzt vor elf Jahren eine Platte veröffentlicht; Fire It Up ist nun sein erstes Solo-Album seit 1969.
Joanna Connor
KTBA
VÖ: 2021
Für ihr mittlerweile 14. Album hat sich die Slide-Virtuosin aus Chicago prominente Unterstützung geholt: Joe Bonamassa steht Joanna Connor hier als Gitarrist und Produzent zur Seite, zudem erscheint das Album auf dessen eigenem Label. Connor präsentiert sich darauf nicht nur als Meisterin an ihrem Instrument, sondern mehr denn ja als ausdrucksstarke Sängerin.
Gilby Clarke
Golden Robot
VÖ: 2021
Der Mann ist die Coolness in Person. Mit 17 verdingt sich Gilby Clarke als Session-Musiker für Kim Fowley, 1991 ersetzt er Izzy Stradlin bei Guns N’ Roses. Weniger aufregend gestalten sich seine Solo-Alben, aber das durchaus im besten Sinne.
Jethro Tull
Parlophone
VÖ: 2021
Was ursprünglich als Alleingang von Flöten-Derwisch Ian Anderson geplant war, hat den Sound der Folk-Rock-Institution merklich modernisiert, aber ihre Anhänger zunächst in Schockstarre versetzt. Die halbe Bandbesetzung hatte das Weite gesucht und statt der akustischen Intermezzi und der Bauernhofatmosphäre eines Albums wie Songs From The Wood beherrschen Synthesizer und die E-Geige das Klangbild.
Ryley Walker
Husky Pants
VÖ: 2021
Course In Fable ist das sechste Solo-Album des 31-jährigen Ryley Walker innerhalb von sieben Jahren. Und das ist noch nicht alles: Mehrere Kooperations-Platten hat der aus Chicago stammende Songwriter zudem veröffentlicht, unter anderem mit dem Free-Jazz-Schlagzeuger Charles Rumback.
Cirith Ungol
Metal Blade
VÖ: 2021
Nachdem ihr Comeback-Album Forever Black (2020) als Gesamtkunstwerk mit einer düster-atmosphärischen Aura begeistern konnte, hält mit dieser neuen EP eine für die Band unerwartete Eingängigkeit Einzug in den Sound der urigen Metal-Veteranen aus Kalifornien. Wobei die Eigenschaft „neu“ zu relativieren ist.
Vulture
Metal Blade
VÖ: 2021
Auch Dealin’ Death bringt Vulture nicht in Verruf, plötzlich dem Easy-Listening-Metal zu frönen. Und doch ist das dritte Album der Band ein gutes Stück anders geraten, als man es nach Ghastly Waves & Battered Graves erwartet hätte, das mit lupenreinem US-Speed Metal der königlichsten Sorte verzückte.
Joe Bonamassa
Provogue
VÖ: 2021
Es ist ein Szenario, das sich längst in unseren Alltag geschlichen hat, an das man sich aber nur schwer gewöhnen kann: Am 20. September vergangenen Jahres spielte Joe Bonamassa in Nashville ein Konzert im menschenleeren Ryman Auditorium. Lediglich 2.000 ausgeschnittene Papp-Fans starrten den singenden Gitarristen und seine Band aus dem Publikumsraum heraus an.
Blackberry Smoke
Thirty Tigers
VÖ: 2021
Den amerikanischen Süden hört man in jedem einzelnen Ton des Quintetts aus Atlanta, und das macht You Hear Georgia zu einer einzigen, in Noten gefassten, Liebeserklärung. Von Dave Cobb naturbelassen produziert, fokussiert sich die Truppe hier auf kompakte Roots-Songs und verbannt das Jam-Element konsequent auf die Bühne — so dicht den gemütlichen Black Crowes auf den Fersen waren Blackberry Smoke in ihrer Musik noch nie.
Band Of Spice
Scarlet
VÖ: 2021
Christian „Spice“ Sjöstrand hat seit jeher einen Narren an von Stoner Rock-Schlieren durchzogenem Classic Rock gefressen: Bereits in den Neunzigern veredelte der Schwede vier Alben der Spiritual Beggars mit seinem markantem Gesang, später setzte er mit The Mushroom River Band und Spice And The RJ Band weitere Duftmarken. Auf dem vierten Album seines Trios Band Of Spice geht er diesen Weg weiter.
Artillery
Metal Blade
VÖ: 2021
An packenden Songs mangelte es Artillery im Grunde nie. Auch nicht auf ihrem ersten Album nach dem Tod von Gründungsmitglied Morten Stützer mit nur 57 Jahren. Erneut präsentieren die Dänen jene unverkennbare Mischung, deren Patent sie spätestens seit ihrem Magnum Opus By Inheritance (1990) halten.
Triptides
Alive Naturalsound
VÖ: 2021
Die Triptides bleiben eine der ersten Adressen für sanftmütigen Psychedelic-Rock und Neo-Psychedelia. Wobei dieses siebte Album eine geradezu verblüffende Bodenhaftung auszeichnet, wenn man es etwa mit dem schwebenden, in spacigem Hall gebadeten Vorgänger Visitors (2018) vergleicht, der bald meditative Charakterzüge entwickelte.
Seventh Crystal
Frontiers
VÖ: 2021
Auch wenn sich das Debüt dieser schwedischen Newcomer in den Kontext des modernen Melodic Rock einsortieren lässt und ›When We Were Young‹ wie eine jugendliche Interpretation von Survivor anmutet, ist es sicherlich keine Genre-Platte wie jede andere. Delirium fehlt der oft gleichmachende Pinselstrich des veröffentlichenden Labels.
The Amorphous Androgynous
Jumpin & Pumpin
VÖ: 2020
Wer sich dieses Werk allein wegen Peter Hammills Mitwirkung kauft, bekommt wenig für sein Geld. Sein Gesang ist nur ein Farbtupfer zu Beginn dieses vielschichtigen Trips, für den die Macher, Garry Cobain und Brian Dougans, unter anderem Paul Weller (Gitarre, Piano), Caravan-Saxofonist Brian Hopper und den Gitarristen Ray Fenwick (Spencer Davis Group) hinzugezogen haben.
The End: Machine
Frontiers
VÖ: 2021
Ihr Debüt kam einer zeitgereiften Fortführung dessen nahe, was George Lynch in den frühen Neunzigern mit Sänger Robert Mason bei Lynch Mob anstellte. Phase 2 macht genau dort weiter.
Gary Moore
Provogue
VÖ: 2021
Anfang Februar jährte sich der viel zu frühe Tod von Gary Moore zum zehnten Mal. How Blue Can You Get ist nicht die erste posthume Veröffentlichung von Musik des überragenden Gitarristen. Sehr wohl aber die erste, die nicht bloß Altbekanntes oder Konzertmaterial aus den Archiven aufbereitet: Acht Studio-Nummern sind auf diesem neuen Album versammelt, die so noch nicht zu hören waren.
Cheap Trick
BMG
VÖ: 2021
Ob diese Band jemals die Beachtung erfährt, die ihr zusteht? Mehr als vierzig Jahre nach ihrem legendären At Budokan Live-Hit zeigen Cheap Trick nicht die geringsten Abnutzungserscheinungen mit ihrem liebevoll gepflegten Mix aus zackigem Hardrock und sonnendurchflutetem Power-Pop mit vielen Verweisen auf die Beatles.
Heavy Bones
Bad Reputation
VÖ: 2021
Furchtbares Cover, nichtssagender Name: Unter lausigen Bedingungen haben Heavy Bones 1992 eine solide Rockplatte veröffentlicht, die im Zerfall der bis dahin bestehenden musikalischen Ordnung gnadenlos unterging. Dabei bestand das kurzlebige Quartett aus Sänger Joel Ellis (Cats In Boots), Beinahe-Ozzy-Gitarrist Gary Hoey, Bassist Rex Tennyson (Hellion) und Schlagzeuger Frankie Banali (Quiet Riot, W.A.S.P.).
Wheel
OMN Label Services
VÖ: 2021
Eine dystopische Post-Rock-Atmosphäre läutet den Opener ›Dissipating‹ ein. Dynamische Schleifen, abrupte Wechsel, unvorhersehbare Wendungen und kleine melodische Dissonanzen ergeben eine spannende Reise. Textlich zieht dieser Longtrack seine Inspiration aus der Sci-Fi-Saga Die Hyperion-Gesänge.

DAS AKTUELLE HEFT

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