The Amorphous Androgynous
Jumpin & Pumpin
VÖ: 2020
Wer sich dieses Werk allein wegen Peter Hammills Mitwirkung kauft, bekommt wenig für sein Geld. Sein Gesang ist nur ein Farbtupfer zu Beginn dieses vielschichtigen Trips, für den die Macher, Garry Cobain und Brian Dougans, unter anderem Paul Weller (Gitarre, Piano), Caravan-Saxofonist Brian Hopper und den Gitarristen Ray Fenwick (Spencer Davis Group) hinzugezogen haben.
The End: Machine
Frontiers
VÖ: 2021
Ihr Debüt kam einer zeitgereiften Fortführung dessen nahe, was George Lynch in den frühen Neunzigern mit Sänger Robert Mason bei Lynch Mob anstellte. Phase 2 macht genau dort weiter.
Gary Moore
Provogue
VÖ: 2021
Anfang Februar jährte sich der viel zu frühe Tod von Gary Moore zum zehnten Mal. How Blue Can You Get ist nicht die erste posthume Veröffentlichung von Musik des überragenden Gitarristen. Sehr wohl aber die erste, die nicht bloß Altbekanntes oder Konzertmaterial aus den Archiven aufbereitet: Acht Studio-Nummern sind auf diesem neuen Album versammelt, die so noch nicht zu hören waren.
Cheap Trick
BMG
VÖ: 2021
Ob diese Band jemals die Beachtung erfährt, die ihr zusteht? Mehr als vierzig Jahre nach ihrem legendären At Budokan Live-Hit zeigen Cheap Trick nicht die geringsten Abnutzungserscheinungen mit ihrem liebevoll gepflegten Mix aus zackigem Hardrock und sonnendurchflutetem Power-Pop mit vielen Verweisen auf die Beatles.
Heavy Bones
Bad Reputation
VÖ: 2021
Furchtbares Cover, nichtssagender Name: Unter lausigen Bedingungen haben Heavy Bones 1992 eine solide Rockplatte veröffentlicht, die im Zerfall der bis dahin bestehenden musikalischen Ordnung gnadenlos unterging. Dabei bestand das kurzlebige Quartett aus Sänger Joel Ellis (Cats In Boots), Beinahe-Ozzy-Gitarrist Gary Hoey, Bassist Rex Tennyson (Hellion) und Schlagzeuger Frankie Banali (Quiet Riot, W.A.S.P.).
Wheel
OMN Label Services
VÖ: 2021
Eine dystopische Post-Rock-Atmosphäre läutet den Opener ›Dissipating‹ ein. Dynamische Schleifen, abrupte Wechsel, unvorhersehbare Wendungen und kleine melodische Dissonanzen ergeben eine spannende Reise. Textlich zieht dieser Longtrack seine Inspiration aus der Sci-Fi-Saga Die Hyperion-Gesänge.
The Treatment
Frontiers
VÖ: 2021
Man muss es gleich zu Beginn sagen: Ihr fünftes Album ist deutlich besser, als es das unglaublich schäbige Cover vermuten lässt. Schon immer massiv mit einer australischen Kante gesegnet, haben The Treatment diesmal noch größeren Wert auf eine Kombination ihres Straßen-Hardrock mit Def Leppard-Vibes der alten Ära High’n’Dry gelegt.
Mick Fleetwood & Friends
BMG
VÖ: 2021
Im Februar des vergangenen Jahres lud Mick Fleetwood nach London, um gemeinsam mit einer zusammengestellten Allstar-Band die Frühinkarnation von Fleetwood Mac zu würdigen. Zumindest eine mikroskopisch kleine Hoffnung bestand im Frühjahr 2020, bei diesem Anlass auch Peter Green bewundern zu können.
Neil Merryweather
Regain
VÖ: 2021
Übermäßiger Starrummel war nie das Problem von Neil Merryweather. Am ehesten erinnert man sich an den Bassisten wohl wegen seiner Zusammenarbeit mit Lita Ford auf Out For Blood (1983) und seiner singenden Lebensgefährtin Lynn Carey (Mama Lion) — speziell das Projekt-Album Vacuum Cleaner (1971) hat mit seiner Melange aus sattem Orgel-Rock, Janis Joplin und Delaney & Bonnie starken Eindruck hinterlassen.
Devin Townsend
InsideOut
VÖ: 2021
Auf Live In Leeds frönt Devin Townsend melancholischen New-Age-Klangreisen wie er sie bereits auf Ghost zu Gehör brachte. Bisweilen erklingt die Singer/Songwriter-Kleinkunst in einer spontanen, gelösten Atmosphäre. Nach dem wahnwitzigen Genre-Kaleidoskop Empath hat der Kanadier mit seinen Solo-Performances einen Ort der inneren Einkehr geschaffen. Diese Gig-Nachlese dient als Aufschlag zu einer Reihe von Live-Veröffentlichungen.
Tommy's Rocktrip
Frontiers
VÖ: 2021
Schlagzeuger Tommy Clufetos, der zuletzt für Black Sabbath und Ozzy Osbourne trommelte, hat ein eigenes Projekt ins Leben gerufen. Unter anderem mit Sänger Eric Dover (Slash’s Snakepit) begibt er sich auf einen Streifzug durch fünfzig Jahre Rockgeschichte. Während ›Make Me Smile‹ an Aerosmith erinnert, versprühen die tollen Hammondorgel-Einsätze das Flair des Siebziger-Hardrock von Deep Purple.
Temple Balls
Frontiers
VÖ: 2021
Längst ist der Melodic-Hardrock zur Domäne der Projektzusammenkünfte geworden. Und obwohl nicht gerade wenige darunter erstaunlich gute Qualitäts- und Unterhaltungsarbeit leisten, sind es doch zumeist die Bands des Genres, an die man sich am nachhaltigsten erinnert.
Sylvan
OMN Label Services
VÖ: 2021
Sylvan zählen neben RPWL und Subsignal hierzulande zu den versiertesten Vertretern im Bereich Artrock und Neo-Prog. Die Norddeutschen verstehen es, den Esprit der Siebziger mit den poppigen Achtzigern zu vermählen. Fünf Jahre nach ihrem letzten Album Home führen Sylvan ihren Stil auf One To Zero zu einer weiteren Meisterleistung.
Grave Digger
Metalville
VÖ: 2005
Angesichts ihrer langen Karriere ist es durchaus verwunderlich, dass die Gladbecker Metal-Originale Grave Digger lediglich drei Live-Alben in ihrer Diskografie stehen haben, die zudem allesamt aus diesem Jahrtausend stammen. Das umfangreichste dieser drei ist 25 To Live, das 2005 zum 25-jährigen Bandjubiläum erschien, nun unverändert neu aufgelegt wurde und sozusagen ein live aufgenommenes Best-of-Album ist.
Jerry Garcia, Merl Saunders
Round
VÖ: 2020
Bereits vor ihrem kurzlebigen Bandprojekt Legion Of Mary (1974) trafen der Jazz-geschulte Organist Merl Saunders und Jerry Garcia als Gitarrist und Sänger von Grateful Dead immer wieder aufeinander. Obwohl Grateful Dead zwischen 1971 und 1972 ausgiebig durch Amerika tourten, traten sie regelmäßig im Keystone Korner in San Francisco auf, wo am 21. Mai 1971 dieser Konzertmitschnitt entstand.
Flesh & Blood
Now & Then
VÖ: 2021
Ursprünglich 1997 erschienen, war das einzige Album der kurzlebigen Flesh & Blood trotz seiner prominenten Besetzung für viele Jahre kaum aufzutreiben. Von Keyboarder Mark Mangold ins Leben gerufen, sind mit Sänger Danny Vaughn (Tyketto), Gitarrist Al Pitrelli (Savatage) und Drummer Chuck Bonfante (Saraya) und weitere prominente Vertreter der New Yorker Szene involviert.
Sweet Oblivion feat. Geoff Tate
Frontiers
VÖ: 2021
Mit einer eigenen Identität hat sich der ehemalige Queensrÿche-Frontmann nach seiner Trennung von den Metal-Giganten recht schwergetan. Mit DGM-Gitarrist Simone Mularoni trat Geoff Tate dann die Flucht nach vorne an: Das Debüt von Sweet Oblivion führte ihn wieder ins Fahrwasser seiner früheren Truppe, mit dem Ergebnis, dass Lieder wie ›True Colors‹ knapp an der Grenze zum Plagiat vorbeischrammten.
Sunbomb
Frontiers
VÖ: 2021
In der zweiten Hälfte seines zweiten Karrierelebens ist Michael Sweet produktiver denn je. Und eins muss man dem Sänger und Gitarristen von Stryper zugutehalten: Bei keinem seiner Plattenprojekte der letzten Jahre hat er den leisesten Zweifel daran aufkommen lassen, nicht mit Leib und Seele bei der Sache zu sein. Dieses hier dürfte ihn wegen der Andersartigkeit gereizt haben.
Sonic Haven
Frontiers
VÖ: 2021
Nach Sascha Paeth’s Masters Of Ceremony, die 2019 ihr Debütalbum Signs Of Wings veröffentlichten, ist mit Sonic Haven erneut eine hochwertige Band dem Avantasia-Dunstkreis entsprungen. Treibende Kraft ist Herbie Langhans, beim Metal-Oper-Aushängeschild als Backgroundsänger aktiv.
Screamachine
Frontiers
VÖ: 2021
Es zeugt von Selbstbewusstsein, sich gleich im ersten Satz des Presseinfos sowohl auf Judas Priest, frühe Metallica und Iced Earth sowie Savatage und Accept zu berufen. Tatsächlich können die Italiener auf ihrem Debüt vor allem ihre Liebe für komplexeren US-Metal nicht verbergen, den die Band gerne mit einer King Diamond nicht unähnlichen Theatralik vorträgt.
Reflection Club
Madvedge
VÖ: 2021
Geradezu besessen von Jethro Tull muss Lutz Meinert sein: Der Multiinstrumentalist hat eine hochkompetente Mannschaft zusammengetrommelt, um dem Klassiker Thick As A Brick Tribut zu zollen. Eine so sympathische wie irre Idee deshalb, weil das Tull-Album bereits als eine Art Parodie auf das Genre Konzept-Album angelegt war.

DAS AKTUELLE HEFT

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