V/A
Mascot
VÖ: 2022
Am 23. Dezember 2020 verstarb Leslie West, vor dessen Schaffen sich auf diesem Album eine Vielzahl renommierter Kollegen verschiedener Musikergenerationen verbeugen, die hauptberuflich in Diensten namhafter Bands stehen oder standen.
Amorphis
Atomic Fire
VÖ: 2022
Wie man einen Band-Sound kontinuierlich weiterentwickelt, ohne die Wurzeln gänzlich zu kappen, demonstrieren Amorphis bereits seit über drei Jahrzehnten meisterlich. 1990 als (melodische) Death Metal-Combo gestartet, haben sich die Finnen sukzessive in den Progressive-Sektor vorgearbeitet.
Slash featuring Myles Kennedy And The Conspirators
Gibson
VÖ: 2022
Der sehr zweckdienliche Titel dieser Platte lässt es erahnen: Das vierte Album von Slash und seinen Conspirators bietet routiniertes Handwerk. Ein kreativer Höhenflug ist 4 dennoch keiner.
New Horizon
Frontiers
VÖ: 2022
Eigentlich wollte sich Jona Tee, Keyboarder und Songwriter der schwedischen Melodic-Granden H.E.A.T, mit New Horizon den Traum eines Projekts im Stile Avantasias erfüllen. Letztlich ist mit seinem einstigen Weggefährten Erik Grönwall nur ein einziger Sänger zu hören.
Ghost
Spinefarm
VÖ: 2022
Es lohnt sich, bei dieser seltsamen Band ein bisschen weiter zu schauen, als bloß bis auf die Papstmütze von Papa Emeritus in seinen unterschiedlichen Inkarnationen. Mummenschanz allein macht eben noch keine Musik — und mit der hat der beispiellose Aufstieg der wohl originellsten Hardrock- und Metal-Band unserer Zeit mindestens genauso viel zu tun.
Jethro Tull
InsideOut
VÖ: 2022
Nach 18 Jahren legt Ian Anderson wieder ein Album unter dem Bandnamen Jethro Tull vor — und man darf getrost fragen: Warum? Die Musik klingt nicht anders als sein Solo-Schaffen. Den Fan wird es nicht stören, denn Anderson und seine Band liefern die bekannten Zutaten: beschauliche, barock verschnörkelte Musik.
The Darkness
Cooking Vinyl
VÖ: 2021
Was darf der Hörer von einer guten Rockplatte erwarten? Zumindest dies: gut unterhalten zu werden. Dass The Darkness zu den Königen dieser Disziplin zählen, wird niemand abstreiten können.
Isildurs Bane, Peter Hammill
Isildur
VÖ: 2021
Mit der vorerst letzten Veröffentlichung Do Not Disturb seiner Stammformation Van der Graaf Generator hat Peter Hammill seine Liebe zur Gitarre wieder entdeckt. Auf der Kooperation mit dem schwedischen Klang-Kollektiv Isildurs Bane spielen krachende Töne besonders im dreiteiligen Titeltrack eine große Rolle.
L.A. Guns
Frontiers
VÖ: 2021
In gewisser Weise erinnert Checkered Past an die Zeit zwischen Waking The Dead und Tales From The Strip: Nachdem sich die Sleaze-Koryphäen 2002 mit einem unerwartet harten und abgeklärten Album zurück in die Spur hievten, folgte gleich darauf der Bruch mit einer weitaus weniger harten, extrovertierten Platte.
Eric Gales
Provogue
VÖ: 2022
Drogendelikte, Knastaufenthalte und zahlreiche Plattenveröffentlichungen wechselten sich in Eric Gales' Biografie ab. Längst ist er geläutert — und fordert mit seinem mit Abstand besten Album nun die Anerkennung ein, die ihm so lange verwehrt wurde.
Green Lung
Svart
VÖ: 2021
Nach der EP "Free The Witch" (2018) und dem Debütalbum "Woodland Rites" (2019) haben Green Lung an mehreren Stellschrauben gedreht. Das zweite Album der fünf Kerle aus dem Süden Londons hat es nun so richtig in sich.
Roger Taylor
Universal
VÖ: 2021
Der Queen-Schlagzeuger, auf dessen Konto Hits wie ›Radio Ga Ga‹ oder ›Breakthru‹ gehen, ist auf Solopfaden ein eigenwilliger, aber inspirierter Songwriter: Er bedient sich softer, poppiger Melodien und Klang-Spielereien, und erschafft damit Songs, die haarscharf am Mainstream vorbeischrammen.
Blazon Stone
Stormspell
VÖ: 2021
Blazon Stone werden immer besser darin, sich exakt jenen Sound einzuverleiben, der Running Wild bis in die Neunziger hinein zu einer der wichtigsten einheimischen Metal-Formationen machte.
The Grid, Robert Fripp
DGM
VÖ: 2021
Das Elektro-Duo The Grid und King Crimson-Vordenker Robert Fripp haben in den Neunzigern stundenweise Klangkollagen angefertigt. Nun erscheint mit Leviathan eine 74-minütige Zusammenstellung dieser experimentellen Phase.
Show-Ya
Metalville
VÖ: 2021
Rein weiblich besetzte Hardrock- und Metal-Bands wie Lovebites, Bridear oder Aldious mischen seit einigen Jahren nicht nur den japanischen Metal-Markt auf. Wegbereiterinnen dieser Entwicklung sind die 1981 gegründeten Show-Ya.
Yes
Inside Out
VÖ: 2021
Ein Debakel wie den Vorgänger Heaven & Earth durften sich die britischen Prog-Dinos keinesfalls noch einmal erlauben. Kurzum: Es hätte deutlich schlimmer kommen können.
Brian Fallon
Thirty Tigers
VÖ: 2000
Während die allermeisten Weihnachtsalben laut, grell ausgeleuchtet und hoffnungslos überzuckert an der eigentlichen Bedeutung des Advent vorbeibomben, interpretiert Brian Fallon traditionelle Advents- und Weihnachtskirchenlieder im dezenten Folk- und Country-Instrumentarium.
Ben Granfelt
A1
VÖ: 2021
Im Oktober 2019 spielte Ben Granfelt mit seiner Band im Vuotala Club in Helsinki — das Live-Dokument dieses Auftritts ist kraftvoller Bluesrock, der auch mal einen eingängigen Refrain wagt und vor allem von der Spielfreude dieser vier Herren zur vollen Blüte getrieben wird.
Eclipse
Frontiers
VÖ: 2021
Große Riffs, große Refrains und große Produktion: Auch auf ihrem achten Studio-Album Wired weichen Eclipse kaum von ihrer bestens erprobten Linie ab und bieten zeitgemäßen Melodic Rock mit Kante.
Lordi
AFM
VÖ: 2021
Sieben (!) neue Lordi-Alben erscheinen gebündelt als Lordiversity. Das spannende daran: Jede Scheibe arbeitet typische Lordi-Elemente (comichaft-schaurige Texte mit Wortspielen wechselnder Qualität oder chorunterstützten Hooklines) in ein anderes Genre ein.
KK's Priest
EX1
VÖ: 2021
Schon der Bandname verhehlt nicht, dass K.K. Downing die größtmögliche Nähe zu seiner langjährigen Band Judas Priest sucht. Wer wollte es ihm verdenken? Zusammen mit Glenn Tipton erfand er jenen Sound mit, den er nun auf "Sermons Of The Sinner" plakativ zur Schau stellt.

DAS AKTUELLE HEFT

Das neue ROCKS ist da! Heft Nr. 90 (05/2022) ab heute im Handel!