Stallion

Slaves Of Time

High Roller
VÖ: 2020

Facettenreich auf begrenztem Terrain

Das baden-württembergische Quintett bleibt seinem Veröffentlichungsrhythmus wie auch seiner musikalischen Ausrichtung treu: Drei Jahre nach From The Dead werden Stallion mit ihrem dritten Album Slaves Of Time vorstellig, auf dem sie jeglicher Modeströmung trotzen. Klischeebeladener, in den Achtzigern verwurzelter Metal ist für Frontmann Pauly und seine Schergen nach wie vor eine Herzensangelegenheit, Kalkül hat in ihrem Proberaum Hausverbot. Mit ›Waking The Demons‹ startet die bunte Truppe technisch versiert, aber etwas verhalten, ehe sie beim folgenden ›No Mercy‹ Tempo und Durchschlagskraft forciert. ›Merchants Of Fear‹ und ›Kill The Beast‹ schlagen in eine ähnliche Speed-Metal-Kerbe, doch die Stallion-Musiker sind als Komponisten mittlerweile gewitzt genug, um die Sache spannend zu halten. Während sie für ›Brain Dead‹ Thrash-Riffs mit melodischen Singalongs koppelt und für das siebenminütige ›Die With Me‹ deutlich melancholischere Töne anschlägt, liebäugelt die Band in ›Time To Reload‹ mit den frühen Accept und klingt beinahe wie der kleine Bruder von Bullet.

(8/10)

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