Sweet Oblivion feat. Geoff Tate

Sweet Oblivion feat. Geoff Tate

Frontiers
VÖ: 2019

Geglückter Stimmenkauf

Mit technisch anspruchsvollem Metal alter Queensrÿche-Schule hat Geoff Tate schon lange nichts mehr am Hut — zumindest, wenn er eigene Songs schreibt. Bei Avantasia hat Tobias Sammet gezeigt, wie man Tate am besten in Szene setzt und wie gut der Mann auch heute noch klingt, wenn er die passenden Stücke auf den Leib geschrieben bekommt. Aus dieser Idee hat das italienische Label Frontiers gleich ein ganzes Projekt erschaffen: DGM-Gitarrist Simone Mularoni hat zehn Stücke komponiert, die mal mehr, mal weniger offensichtlich im Fahrwasser von Rage For Order, Operation: Mindcrime und Empire schippern, glasklar produziert und auf hohem musikalischem Niveau eingespielt wurden.

Auch wenn Tate selbst keinen vergleichbaren Stoff mehr fabrizieren würde, fühlt er sich in dieser Umgebung hörbar zu Hause und liefert seine beste Gesangsleistung seit langem ab. Stücke wie ›Hide Away‹, ›True Colors‹ oder ›A Recess From My Fate‹ besitzen packende Melodien, und selbst wenn der Titeltrack fast 1:1 bei ›Eyes Of A Stranger‹ und ›Breaking The Silence‹ geklaut wurde, ist es eine Freude, Geoff Tate mit diesen Songs zu erleben — auch wenn das alles offensichtlich nur einem üppigen Scheck zu verdanken ist.

(8/10)

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