Ben Harper

Get Up!

Concord
VÖ: 2013

Für die Ohren und die Seele

Der Amerikaner Harper ist seit jeher ein vielseitiger Zeitgenosse, der in Rockgefilden ebenso heimisch ist wie im Gospel, Folk, Reggae oder Soul. Sein zwölftes Studioalbum ist nicht nur durch die Mitwirkung von Charlie Musselwhite an der Harp vor allem im Blues angesiedelt — aber auch hier lässt sich der Sänger, Songwriter und Multiinstrumentalist nicht einengen.

Gekonnt beackert er ein weites und auch kunterbuntes Feld. Dieses reicht vom hämmernden Bluesrock auf der einen Seite bis hin zu losen, bedächtigen Titeln auf der anderen. Die versammelten Musiker (Gitarrist Jason Mozersky, Bassist Jesse Ingalls und Schlagzeuger Jordan Richardson) setzen dabei mehr auf ihr Gespür als auf ein perfektes Zusammenspiel. Das Resultat ist durchweg fesselnd, nicht zuletzt weil Harper mit seiner markanten Stimme auch die eine oder andere Schwachstelle ausbügeln kann. Diese Musik lebt und atmet, tanzt in den Ohren und berührt die Seele.

(9/10)

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