Radio Moscow
MIG
VÖ: 2020
Lange Haare, Mittelscheitel (vermutlich fettig), den Blick meistens auf den Boden gerichtet — und dann geht es ab. Manche Künstler lassen ihre Musik erahnen, wenn man nur die bewegten Bilder sieht, ohne einen Ton zu hören: Bei Radio Moscow bestätigt sich das Klischee aufs Allerfeinste.
Jamie Crawford
Netflix
VÖ: 2022
Der Name Woodstock steht für vieles: Höhepunkt der Hippie-Kultur, Liebe, Frieden und Harmonie sowie epochale Konzerte. Für gute Organisation waren die Festivals indes nie bekannt. Ihren diesbezüglichen Tiefpunkt erreichte die bis dato letzte Ausgabe im Jahr 1999.
Alice Cooper
EAR Music
VÖ: 2022
Bis zu ihrer Tour 2017 gab es nach dem Ende der originalen Alice Cooper Band im Jahr 1974 nur eine Handvoll Auftritte, die die noch lebenden Mitglieder gemeinsam absolvierten. Das vielleicht intimste, sicherlich aber überraschendste und längste Konzert absolvierten sie am 6. Oktober 2015.
Hoelderlin
MIG
VÖ: 2021
1982 lösten sich Hoelderlin auf, formierten sich die Musiker 2005 noch einmal neu — ihr Rockpalast-Auftritt vom 20. Dezember jenes Jahres in der Harmonie in Bonn ist hier in Ton und Bild dokumentiert.
Epitaph
Epitaph Production
VÖ: 2021
Manchmal gehen die Blicke der Musiker ins Leere — auf der Suche nach dem imaginierten Publikum. Da applaudiert man sich dann halt im Zweifelsfall mal selbst. So haben es Epitaph bei ihrem Konzert am 24. April dieses Jahres in der Lindenbrauerei in Unna gemacht.
Alan Parsons Live Project
Frontiers
VÖ: 2021
Bis Anfang der neunziger Jahre war die 1974 vom ehemaligen Beatles-Toningenieur Alan Parsons und Songschreiber Eric Woolfson gegründete Zweckgemeinschaft ein reines Studioprojekt.
Jared Cohn
Falcom
VÖ: 2019
Die Familien der überlebenden Bandmitglieder versuchten 2017 erfolglos, die Produktion dieses reißerischen Spielfilms zu stoppen. Durchaus nachvollziehbar: Street Survivors ist beileibe keine Dokumentation oder gar ein Portrait der legendären Southern-Rocker.
Racer X
Panorama Music Video
VÖ: 2001
Virtuos und songdienlich fusionierten Racer X in den Achtzigern Judas Priest mit den frühen Van Halen; ihre US-Metal-Freak-Shows machten sie zu einem der heißesten Club-Acts der amerikanischen Westküste. Zumindest eine kurze Zeit lang.
Marillion
EAR Music
VÖ: 2021
Die Urgesteine des Neo-Prog hatten sich schon 2018 das Streichquartett In Praise Of Folly zur Unterstützung auf die Bühne geholt, so etwa bei zwei ausverkauften Auftritten in der Londoner Royal Albert Hall.
Big Big Train
English Electric
VÖ: 2021
Die multinationalen Botschafter des Retro-Prog haben in den vergangenen Jahren ihre immer noch eher seltenen Konzerte durch mehrere Live-DVDs/Blu-rays dokumentiert. Nach Stone And Steel und Reflectors Of Light ist dies bereits der dritte Mitschnitt.
King Diamond
Metal Blade
VÖ: 2019
Kim Bendix Petersen alias King Diamond ist ein Phänomen — und das nicht nur wegen der extrem hohen Falsettstimme, die zusammen mit dem schwarz-weißen Make-up sein Markenzeichen geworden ist.
Accept
Nuclear Blast
VÖ: 2018
Rund fünfzig Jahre nach Deep Purples Concerto For Group And Orchestra stellen sich auch Accept in die Reihe der Rocker, die ihre Songs im Verbund mit klassisch ausgebildeten Musikern auf ein neues Level heben möchten.
U.D.O.
AFM
VÖ: 2020
Vor 2.500 Anhängern spielten U.D.O. im September 2020 im pittoresken Amphitheater der bulgarischen Stadt Plovdiv nicht nur ihr einziges Konzert im letzten Jahr, sondern auch eins der äußerst wenigen, beinahe normalen Konzerte in ganz Europa.
Black Sabbath
Eagle
VÖ: 2017
Nach 47 Jahren nehmen die Urväter des Heavy Metal in ihrer Heimatstadt Birmingham Abschied von der Bühne. Schönheitsfehler dieser finalen Show am 4. Februar 2017 in der Genting Arena: Ur-Schlagzeuger Bill Ward darf nicht mitspielen.
Spirit
MIG
VÖ: 2019
Es war die zweite Rockpalast-Nacht des WDR im März 1978. Nach fantastischen Auftritten von Mother’s Finest und Dickey Betts & Great Southern ging das in Europa eher unbekannte kalifornische Trio Spirit auf die Bühne der Essener Grugahalle — und entfachte einen Sturm!
Jorn
Frontiers
VÖ: 2019
Der Titel ist so einfallslos wie folgerichtig: Life On Death Road heißt das 2017 veröffentlichte aktuelle Studio-Album des norwegischen Sängers, Live On Death Road nun die zugehörige Konzert-Aufarbeitung vom Frontiers Rock Festival vergangenen Sommer.
Cream, Jack Bruce
MIG
VÖ: 2000
Anfang der Achtziger geriet die Solokarriere des einstigen Bassisten von Cream gehörig ins Schlingern. Ein Album in Jazzrock-Starbesetzung sollte es richten — gemessen an seinen artverwandten eigenen Platten und den hier eingebundenen Akteuren wirkten Jack Bruce And Friends verhältnismäßig unspektakulär.
Gov't Mule
Provogue
VÖ: 2019
Gut zwei Jahre sind seit der Veröffentlichung von Revolution Come, Revolution Go vergangen — einem in seinem vordergründigen Understatement, seinem Abwechslungsreichtum und seiner Seele außergewöhnlich bezaubernden Album von Gov’t Mule. Seither hat es nicht gerade wenige ganz besondere Mule-Events gegeben, die prädestiniert gewesen wären für eine Veröffentlichung auf Tonträger.
Foreigner
Eagle
VÖ: 2019
Mitte der siebziger Jahre schließen sich Mitglieder von King Crimson, Spooky Tooth und If zu einer neuen Gruppe zusammen, die ein gutes Jahrzehnt später mit über achtzig Millionen verkaufter Tonträger zu den kommerziell erfolgreichsten Bands aller Zeiten gehören sollte.
Andy Brings
Arising Empire
VÖ: 2019
Gegenwind wie im richtigen Leben: Als Andy Brings vor über einem Jahr eine Crowdfunding-Kampagne ins Leben rief, um sich bei der Umsetzung eines Dokumentarfilms über einen Teil seines Lebens finanziell unter die Arme greifen zu lassen, meldeten sich prompt die Berufsskeptiker zu Wort, die urteilten, ein solch narzisstisches PR-Projekt brauche kein Mensch.
Heart
EAR Music
VÖ: 2019
Die Gäste, die die Wilson-Schwestern am 10. März 2006 beim Decades Rock in Atlantic City versammelt hatten, kommen aus den unterschiedlichsten Richtungen — von Grunge bis Country. Allesamt ziehen sie mit ihren Beiträgen vor der Rock-Institution Heart den Hut.

DAS AKTUELLE HEFT

Das neue ROCKS ist da! Heft Nr. 91 (06/2022) ab heute im Handel!