Sebastian Bach

Give 'Em Hell

Frontiers
VÖ: 2014

Kreischer aus dem Höllenschlund

Mit Kicking & Screaming (2011) lieferte die ehemalige Rampensau von Skid Row ein fast durchweg gelungenes Album ab, das trotz betont moderner Riffs mitreißende Melodiebögen und griffige Refrains mit sich führte. Give ’Em Hell führt diese Marschroute fort, wobei die Kompositionen nach einem vielversprechenden Auftakt (›To Hell And Back‹ und ›Harmony‹) mit fortschreitender Laufzeit einen markanten Substanzverlust offenbaren.

Da hilft es wenig, dass die Gitarrenarbeit von Neuzugang Devin Bronson noch austauschbarer und gesichtsloser klingt als beim Vorgänger — wo genau auf Give ’Em Hell nun John 5 und vor allem der im Vorfeld vollmundig angekündigte Steve Stevens ihre Griffbrettspuren hinterlassen haben sollen, bleibt das Geheimnis des Neurotikers Bach.

Dass die einst so beeindruckende Stimme des Blondschopfs mittlerweile allzu oft in gequältes Kreischen abfällt (›Taking Back Tomorrow‹, ›Dominator‹), ist dem Hörgenuss ebenso wenig zuträglich. Originell hingegen: das April Wine-Cover ›Rock’n’Roll Is A Vicious Game‹ samt schmissiger Mundharmonika.

(5.5/10)

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