Starz

Kosmische Hürden

Eigentlich wollten Starz, denen einst Kiss-Manager Bill Aucoin unter die Arme griff, schon 2016 ein neues Studioalbum veröffentlichen — ihr erstes seit 1978. Doch dazu kommt es zumindest vorerst nicht.

Als Gründe nennt die Band Zeitmangel und die große Entfernung zwischen Los Angeles und New Jersey, den Wohnorten der Musiker.  »Ein echtes Starz-Album muss mit allen gemeinsam im Proberaum entstehen. Leider haben wir bislang keinen Weg gefunden, um die Hürden von Zeit und Raum zu überwinden und eine Scheibe aufzunehmen, die dabei wirklich nach Starz klingt.«

In den Siebzigern hatte die Band um Gitarrist Richie Ranno mit ihrem originellen Hardrock Kult-Status erlangt. Ihr selbstbetiteltes Debüt von 1976 ist eine großartige Hardrock-LP der Siebziger mit chorunterstützten Harmonie-Refrains, auf der die frühen Kiss (›Live Wire‹) genauso ihre Spuren hinterlassen haben wie Aerosmith, BTO und die frühen Legs Diamond.

Viel Hoffnung lag im Folgejahr auf dem ausgefeilten Violation, auf dem sich Starz immer wieder in Richtung Tom Scholz und Boston und lupenreinem Power-Pop zu strecken schienen (›Sing It, Shout It‹) — eine Weltkarriere blieb Starz dennoch immer vorenthalten.


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