Die Truppe um Organist und Sänger Vincent Crane war eine der wohl kurzlebigsten Schlüsselbands des britischen Prog- und Orgel-Hardrock, deren großer Genre-Klassiker Death Walks Behind You 1970 erschien. Ihre Tradition der häufigen Besetzungswechsel pflegt auch Circle The Sun. Gitarrist Steve Bolton ist die Verbindung zu ihrem Früh-Siebziger-Sound, ansonsten sind hier Bassist Tony Millidge, Trommler Paul Everett und Sänger und Keyboarder Adrian Gautrey zu hören. Und gerade letzterer erweist sich für den Sound als absoluter Glückstreffer. Gautrey erinnert nicht nur gesanglich an den 1989 verstorbenen Crane, sondern lässt auch die Hammondorgel in ähnlich authentisch-zeitloser Weise röhren. Boltons markige, Blues-affine Riffs führen den patentiert wuchtigen Sound weiter, der immer auch einen Hang zur ausgedehnten Jam aufweist. ›Fly Or Die‹ oder ›Rebel Devil‹ reaktivieren den klassischen Atomic Rooster-Sound, den ›Pillow‹ oder ›Never 2 Lose‹ noch um eine psychedelische Note erweitern, während das rockige ›Follow Me‹ an eine räudige Version von Uriah Heeps ›Easy Livin’‹ erinnert.
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