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Mikael Åkerfeldt

Zusammenarbeit mit Steven Wilson oder Mike Portnoy?

In kommender Zeit will sich Mikael Åkerfeldt wieder vermehrt kreativ ausleben. Dabei zieht der Frontmann von Opeth auch Kollaborationen mit befreundeten Musikern in Betracht: Denkbar ist unter anderem ein zweites Album von Storm Corrosion, seinem Projekt mit Prog-Tausendsassa Steven Wilson.

TEXT: MAXIMILIAN BLOM |FOTO: Terhi Ylimäinen

Befreundet sind der Brite und der Schwede schon seit Anfang des Jahrtausends. 2012 entsprang dieser Freundschaft Storm Corrosion, auf dessen Fortsetzung die Fans bislang vergeblich gewartet haben. »Wir haben immer wieder darüber gesprochen. Irgendwann, so war unser gegenseitiges Versprechen, wollen wir es nochmal wagen«, so Åkerfeldt nun in einem Interview mit dem britischen Metal Hammer. 

Der genaue Zeitpunkt steht laut dem singenden Gitarristen allerdings noch in den Sternen. »Wir haben uns kürzlich nach einer Show bei ein paar Getränken zusammengesessen und geredet. Wir wollen uns beide in nächster Zeit mehr auf die kreative Arbeit konzentrieren und nicht immer nur auf Tour sein — er hat gerade die Rundreise zu seinem Solowerk The Overview (2025) beendet und ich bin noch bis Ende des Jahres mit Opeth unterwegs.«



Auch über die mögliche musikalische Ausrichtung einer neuerlichen Zusammenarbeit äußerte sich der 51-Jährige. »Die Idee ist natürlich immer, ein zweites Storm Corrosion-Album zu machen. Steven und ich setzen ja beide nicht auf eine festgelegte Blaupause — mal ganz davon abgesehen, dass es beinahe 15 Jahre her ist, seit wir das erste Album aufgenommen haben. Ich gehe nicht davon aus, dass wir uns allzu sehr an der Platte orientieren würden. Ob es wieder unter Storm Corrosion laufen wird — wenn es überhaupt zu einer Produktion kommt — wird letztendlich danach entschieden, ob wir beide das Gefühl haben, ein solches gemacht zu haben.«

Im gleichen Gespräch wurde Mikael Åkerfeldt auch nach einem anderen prominenten Prog-Musiker gefragt, mit dem er bereits lange eine Freundschaft pflegt: Dream Theater-Schlagzeuger Mike Portnoy. Hier stehen die Chancen indes ungleich schlechter. »Ich mag Mike wirklich gerne, aber wir haben vor einigen Jahren mal über die Möglichkeit gesprochen. Ich fragte ihn, was ihm vorschweben würde, und er hatte Lust auf harte Musik. Wir sind sind uns damals einfach nicht einig geworden. Außerdem habe ich Sorgen um unsere Freundschaft, wenn es un die Studio-Arbeit geht. Ich kann mir vorstellen, dass er dort eine sehr dominante Rolle einnimmt. Und was passiert, wenn wir uns nicht einig sind? In welche Richtung gehen wir dann? Es ist einfach ein Risiko, besonders wenn beide leidenschaftliche Musiker sind.«



Komplett ausschließen will der gebürtige Stockholmer eine Zusammenarbeit aber explizit nicht. »Einer von uns muss den Hut aufhaben. Es wäre zum Beispiel viel einfacher, wenn er mich für eines seiner Projekte fragen würde, ob ich dort Gitarre spielen wollen würde. Dann steht fest: Es ist sein Ding. Ich bin dafür offen, ich will nur Klarheit darüber, was es genau ist.«

Einst standen die beiden bereits einmal kurz davor, gemeinsam ein Album einzuspielen: Bei Storm Corrosion nämlich, in dessen Frühphase auch Portnoy involviert war. Weil sich das von Åkerfeldt und Wilson entwickelte Material allerdings in eine schlagzeuglose Richtung entwickelte, war Portnoy letztendlich nicht beteiligt.

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