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Diamond Dogs

Quitters And Complainers

Livewire
VÖ: 2015

Fleischreste am Knochen

Wer hätte gedacht, dass sich die Diamond Dogs nach dem Tod ihres Saxofonisten Mats Gunnarsson im letzten Jahr noch einmal aufraffen würden? Zumindest für ein weiteres Album haben die verbliebenen Hunde um Sänger Sulo Karlsson zusammengefunden — nicht zuletzt zu Ehren von Gunnarsson. Quitters And Complainers ist das bislang puristischste Album der Schweden, die sich in ihrer bis in die frühen Neunziger zurückreichenden Karriere einem ungespreizten Sound verschrieben haben, der den urgemütlichen Pub-Rock’n’Roll der Faces, die Rolling Stones und seit Up The Rock (2006) ganz unverblümt auch die späten Mott The Hoople katalysiert. Puristisch deshalb, weil nicht lange gefackelt und herumgefeilt wurde an den zehn Stücken, die ziemlich roh und manchmal etwas unfertig klingen. Auf das fahrige ›Barking Up The Wrong Tree‹ etwa hätte die Band besser verzichtet; davon abgesehen finden sich um Liebhaberhappen wie ›Alright, Alright, Alright‹, ›Runaway Romeo‹, dem an ruppige Frühwerke heranreichenden ›Back To Babylon‹ und ›Black Ribbons (For Magic)‹ ausreichend Lieder, die sich Anhänger der Combo nur zu gerne gefallen lassen werden. Doch es bleibt dabei: Alle bis einschließlich 2008 erschienenen LPs und EPs sind besser und zwingender. Als zweite CD liegt ein Konzertmitschnitt aus Spanien bei, bei dem der Saxofonist noch zu hören ist.

(7/10)
TEXT: DANIEL BÖHM

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