Mit ihrem psychedelischen Siebziger-Hardrock sind The Quill eigentlich immer eine sichere Bank. Ihr elftes Album Master Of The Skies aber ist besonders gut: Absolut gekonnt lassen sich die Schweden zwischen den Eckpfeilern Black Sabbath, Trouble und Orchid treiben, ohne ein Abziehbild dieser Bands zu sein. ›Master Of The Skies‹ wie auch ›Dark City‹ wuchern mit schweren Metal-Riffs, stoischen Rhythmen und unweit des jungen Ozzy Osbourne angesiedeltem Gesang. Die Band um Frontmann Magnus Ekwall nutzt zudem die Chance, ihren Sound ein wenig aufzubrechen: Während das knapp zweiminütige ›Son Of Light‹ den Geist zugänglicher Grunge-Kompositionen mit dem Vibe akustischer Led Zeppelin-Songs vereint, ist ›You Can Not Kill My Soul‹ mit dezenten Psychedelic-Rock-Schlieren durchzogen. ›Now You Are Gone‹, das blubbert wie weiland ›Planet Caravan‹, und ›Mastodon‹, die neuneinhalbminütige Rundreise durch den weitläufigen Iommi-Kosmos, sind weniger originell als das Erkunden neuen Terrains, doch da beißt die Maus keinen Faden ab: Gerade in solch berechenbaren Momenten, die den Großteil von Master Of The Skies ausmachen, zeigen sich die Schweden von ihrer besten Seite.
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