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Rainbow

The Temple Of The King 1975 – 1976

Demon
VÖ: 2026

Ein Beben mit immenser Strahlkraft

Den 50. Jahrestag der Gründung von Rainbow verfehlt die Veröffentlichung dieses Box-Sets um ein gutes Jahr. Ebenso das Jubiläum der Einspielungen ihres ersten Albums: Am 20. Februar 1975 nahmen Ritchie Blackmore und die Musiker der von Ronnie James Dio angeführten US-Truppe Elf die Arbeiten an Ritchie Blackmore’s Rainbow auf, das zunächst noch als Solo-Album des rätselhaften Gitarrengenies von Deep Purple gedacht war und nach dem letzten Konzert der Mk-III-Besetzung am 7. April 1975 zum Band-Debüt erklärt wurde. Zum phänomenalen Zweitwerk passt der Werbeaufkleber dann aber wunderbar, das im Mai des Jahres 1976 ein ordentliches Beben in der Hardrock-Welt verursachte, das auch heute noch zu spüren ist. Rising ist und bleibt ein Meisterwerk von immenser Strahlkraft, auf dem Blackmore und Dio die Klangwelt von Machine Head um fesselnden Melodie-Epen voller Mystik und Renaissance- und Klassik-Derivaten erweiterten. Das Live-Album On Stage ist der anerkannte Konzert-Klassiker von Rainbow, deren Auftritte durch aufwallende Jam- und Improvisationsstrecken jeweils einzigartige Erlebnisse geblieben sind. So gut dieser Zusammenschnitt auch ist: Liebhaber schwören seit jeher aus gutem Grund auf die Box Deutschland Tournee 1976, die auf sechs spannenden CDs drei Auftritte festhält, die das begnadete Ensemble (mit Keyboarder Tony Carey) im September 1976 in Köln, Düsseldorf und Nürnberg spielte. Die originale Box ist längst vergriffen, während die Stadt-Stationen mehrfach einzeln erhältlich wurden. In diesem Set finden die beiden Studio-Klassiker und die essenziellen Shows des Jahres 1976 neu gemastert zusammen; eine neunte CD offeriert ein Potpourri aus Probe-Aufnahmen, Roh- und Mono-Mixen. Wem Deutschland Tournee 1976 tatsächlich noch im Gedenkschrein fehlen sollte, muss hier endlich zugreifen.

Album: 10

(8/10)
TEXT: DANIEL BÖHM

ROCKS PRÄSENTIERT

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