Vor dem Hintergrund, dass er bei Black Sabbath immer als derjenige mit dem wenigsten musikalischen Talent wahrgenommen wurde und zum Zeitpunkt seines Rauswurfs als Alkohol- und Drogenwrack ein ziemlich bemitleidenswertes Bild abgab, geriet die Wiederauferstehung des Ozzy Osbourne als Solo-Künstler zu einem der spektakulärsten Comebacks der Rockgeschichte. Blizzard Of Ozz (1980) und Diary Of A Madman (1981) sind in ihrer enormen Musikalität aufregende Platten, die dem Hardrock und Heavy Metal der noch jungen Achtziger nachhaltig auf die Sprünge halfen, woran der 1982 tödlich verunglückte Gitarrenvirtuose Randy Rhoads gehörigen Anteil hatte.
In dessen Fußstapfen trat schließlich der 26-jährige Halbjapaner Jake E. Lee, dessen heroische Riffs und lebendige Fills wertvolle Dienste leisteten, den Madman noch weiter in die Achtziger hineinzuschieben. So umwerfend gut wie Bark At The Moon (1983) ist dieser blitzeblank produzierte Nachfolger zwar nicht. Und doch ist auch The Ultimate Sin um herausragende Ozzy-Monumente nicht verlegen, zu denen ›Secret Loser‹ genauso zählt wie ›Shot In The Dark‹, ›Killer Of Giants‹ und der Titelsong.
Der schaffte es auch auf den Soundtrack des im selben Jahr veröffentlichen Streifens Interceptor – Phantom der Ewigkeit, in dem sich ein von den Toten zurückgekehrter Jugendlicher auf die Jagd nach seinen Mördern begibt. Tatsächlich wird The Ultimate Sin Ozzys größter LP-Hit überhaupt, die Alben mit Black Sabbath eingerechnet. Den Chartstürmer lieferte Bassist Phil Soussan: ›Shot In The Dark‹ war drei Jahre zuvor mit seiner Band Wildlife entstanden.








