Robin McAuley
Frontiers
VÖ: 2023
Mit seinen siebzig Lenzen ist Robin McAuley des Hardrock noch immer nicht überdrüssig. Im Gegenteil: Es scheint, als sei der agile Sänger in den vergangenen Jahren in einen Kreativbrunnen gefallen, aus dem er unerlässlich Ideen für neue Songs schöpft.
Rotor
Noisolution
VÖ: 2023
Seit einem Vierteljahrhundert gießen Rotor Kraut-beeinflusste Psychedelia und DDR-Charme in brachialen Stoner Rock. Und verlieren dabei nach wie vor kein einziges Wort.
Siena Root
Atomic Fire
VÖ: 2023
Der Sound ist bewusst karg gehalten, als stünde die Band direkt vor dem Hörer im Raum. Soweit bleibt bei den Schweden alles beim Alten. Aber Revelation unterscheidet sich von seinen Vorgängern. Ursprünglich als Akustik-Album geplant, fielen dem Quartett genug härtere Stücke ein, die nun rund die Hälfte der Spielzeit ausmachen.
Frank Schäfer
Verlag Andreas Reiffer
VÖ: 2022
Frank Schäfers Buch ist keine linear erzählte Chronik, kein Lexikon und auch nicht unbedingt repräsentativ für den deutschen Heavy Metal. Stattdessen hat Schäfer eine Menge unterschiedlicher Stimmen zusammengetragen, die er weitgehend für sich selbst sprechen lässt.
Diamond Head
Silver Lining
VÖ: 2022
Diese jüngste Variante von Lightning To The Nations enthält neben dem vom heutigen Diamond Head-Sänger Rasmus Bom Andersen remasterten Album fünf der sieben ursprünglichen Songs im lange verschollenen Original-Mix sowie sieben klanglich ebenfalls auf Vordermann gebrachte Stücke der frühen Kleinformate.
Kai Strauss
Continental Blues Heaven
VÖ: 2022
Kai Strauss versteht es, mit kultiviertem Spiel, einem Händchen für ideenreiche Songs und nicht minder heißem Gesang maßgeblich dazu beizutragen, dass der Blues in Deutschland derzeit in guten Händen liegt. "Night Shift" untermauert er seinen Anspruch auf den Titel des „King of the Blues der Teutonen“.
Steve
Iron Pages
VÖ: 2022
Es gibt unzählige Bücher über die Heavy-Metal-Giganten Iron Maiden, aber kaum ein Autor dürfte über so viele Geschichten aus erster Hand verfügen wie Steve „Loopy“ Newhouse. Von 1978 bis 1984 gehörte der Brite zur Crew der Eisernen Jungfrauen und erlebte deren Aufstieg hautnah mit.
Humble Pie
Universal
VÖ: 2022
Berühmt waren sie schon vorher. Erfüllung als Musiker fanden Sänger Steve Marriott (Small Faces) und Gitarrist Peter Frampton (The Herd) allerdings erst nach ihrem Zusammenschluss zu Humble Pie.Ihre Alben Humble Pie (1970) bis Street Rats (1975) erschienen über das amerikanische Label A&M, die nun gebündelt zu haben sind.
In Flames
Nuclear Blast
VÖ: 2023
Auf ihren letzten drei Studio-Werken gerierten sich In Flames als zu poppig und dem Modern Metal der US-Schule zugewandt. "Foregone" stellt für die Vorreiter des Göteborger Melo-Death dahingehend zumindest eine teilweise Kurskorrektur dar.
Journey
Frontiers
VÖ: 2022
Glücklich ist sie nicht, die Veröffentlichungspolitik des Journey-Lagers: War schon auf ihrem jüngsten Album Freedom eine längst nicht mehr aktuelle Besetzung zu hören, präsentiert sich das AOR-Urgestein auf Live In Concert At Lollapalooza ebenfalls in einer bereits überholten Version.
Günter Werno's Anima One
Frontiers
VÖ: 2023
Günter Werno, lange Keyboarder der Prog-Metal-Band Vanden Plas, hat in zweijähriger Arbeit Anima One als Auftragswerk für die Stadt Kaiserslautern fertiggestellt. Ein Konzert für Band und Orchester, im Mai 2022 in der dortigen Fruchthalle uraufgeführt.
Kai Havaii
Rütten & Loening
VÖ: 2022
Nach seinem fulminanten Romaneinstand Rubicon vor drei Jahren hat Kai Havaii offenbar im Thriller-Genre ein neues ergiebiges Betätigungsfeld gefunden. Entsprechend hoch durften daher die Erwartungen an seinen zweiten Band sein.
Iggy Pop
Gold Tooth
VÖ: 2023
Wer nach dem Jazz-lastigen Free eine Sammlung französischer Chansons mit Triangel-Begleitung erwartet hätte, dürfte überrascht sein. Unter der Leitung des Gold Tooth-Gründers und Ozzy-Produzenten Andrew Watt kehrt der Punk-Pate auf seinem 19. Album wieder zu seinen Wurzeln zurück.
Peter Kovacs
ePubli
VÖ: 2021
Schon der erste Eindruck dieses massiven Werkes ist einschüchternd. Tatsächlich ist dieses knapp achthundertseitige Buch nur der erste von drei geplanten Teilen, das Hobbybiograf Peter Kovacs für die Komplettdarstellung der Karriere von Lemmy Kilmister und seiner Band veranschlagt hat.
Sabu
Frontiers
VÖ: 2022
Mit diversen Bands hat sich der indischstämmige Sabu in Mainstreamkreisen ebenso einen Namen gemacht wie als Komponist und Produzent für Künstler wie John Waite, Lee Aaron oder Shania Twain. Seine Solokarriere verlief aber bis dato unspektakulär, woran auch Banshee wenig ändern dürfte.
ZZ Top
Eagle Rock
VÖ: 2014
Dass Billy Gibbons und Dusty Hill auf der Konzertbühne keine Sporttänzer waren, ist bereits seit den frühen Siebzigern bekannt. Und doch stach zuletzt die Diskrepanz zunehmend ins Auge, die sich zwischen der Musik, ihrer Darbietung und der Größe der von ZZ Top bespielten Bühnen auftat. So auch 2013 in Montreux.
Brian Johnson
Heyne
VÖ: 2022
Zwar finden sich in Die Leben des Brian auch Passagen, in denen der 1947 in Dunston, Newcastle geborene Johnson etwa die dramatischen Ereignisse der Zeit um Rock Or Bust (2014) reflektiert — der Schlüssel zur sehr empfehlenswerten Autobiografie von Brian Johnson ist aber die Bereitschaft, kein explizites Buch über AC/DC lesen zu wollen.
Pristine
Pristine Music
VÖ: 2023
Im Bereich des jungen Retro-Rock nehmen Pristine schon immer eine Sonderstellung ein. Bei aller Liebe für Hardrock-Urviecher hat die Band um Vordenkerin Heidi Solheim ihren Sound immer mit neuen Komponenten angereichert und dadurch frisch gehalten.
Jürgen Seibold
Neues Leben
VÖ: 2022
Anlässlich des 60. Geburtstags von Jon Bon Jovi zeichnet Jürgen Seibold in "It’s My Life" den Lebensweg des Enkels sizilianischer Einwanderer vom hart arbeitenden Posterboy der Achtziger-Rockszene zum sozial engagierten Weltstar heutiger Tage nach. Anders aber, als es der Titel vermuten lässt, war die Hauptperson an der Entstehung dieser Biografie nicht beteiligt.
Eric Clapton
Warner
VÖ: 2022
In diesem Dokumentarfilm von Martin Scorsese erzählt Eric Clapton ausgiebig über seine innige Liebe zum Blues — aufgelockert durch filmisches Archivmaterial, Interviews, Fotos und Konzertmitschnitten vom 8. und 9. November 1994 im Fillmore West in San Francisco.
Philipp Fankhauser
Funk House Blues Productions
VÖ: 2022
Johnny „Clyde“ Copeland war einer der Giganten des Texas Blues. Damit gelang es ihm 1983 in Montreux den damals 19 Jahre alten Blues-Fan und Nachwuchsmusiker Philipp Fankhauser so sehr in Bann zu schlagen, dass dieser seine Blues-Karriere unter den Einfluss Copelands stellte.

DAS AKTUELLE HEFT

Cover von ROCKS Nr. 101 (04/2024).