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The Lazys

Bewährte Rock’n’Roll-Party

The Lazys sind wieder auf Rock’n’Roll-Mission. Nachdem die in Kanada ansässigen Australier im letzten August ihre erste Europa-Tour seit fünf Jahren absolvierten, spornte sie der Zuschauerzuspruch offenbar an, nun noch einmal zurückzukehren. Zum Teil in etwas größere Konzertstätten und erneut mit ihren dänischen Kollegen Junkyard Drive im Vorprogramm.

TEXT: MAXIMILIAN BLOM |FOTO: PR

Diese machen — ebenfalls wie schon im Vorjahr — keine Gefangenen: Erst auf der Bühne entfacht ihr zuweilen angesleazter Hardrock echte Durchschlagskraft und bringt die Anwesenden im Gebäude 9 in kürzester Zeit auf Betriebstemperatur. Dass die Halle nicht bis auf den letzten Platz gefüllt ist, kann dabei sogar fast als Vorteil verbucht werden: Anders als noch vor ziemlich genau einem Jahr im entschieden kleineren Düsseldorfer Pitcher sind die Temperaturen im Innenraum zwar hoch, aber noch erträglich; vor allem aber haben die Gitarristen Ollie Hartmann (nach wie vor nicht zu verwechseln mit dem langjährigen Avantasia-Kollaborateur beinahe gleichen Namens) und Kristoffer Kristensen genug Platz für ihr traditionelles Gitarren-Duell inmitten des Auditoriums. Etabliertes gibt es an diesem Abend überhaupt eine Menge — nicht zuletzt, weil beide Bands nicht mit neuen Alben unterwegs sind.

Den Lazys dient ihre im Juni veröffentlichte Single ›Hot Under The Collar‹ als Tourmotto und bildet den Set-Mittelpunkt; auch der Comeback-Song ›Rattle Them Bones‹, 2023 die erste Neuveröffentlichung seit Tropical Hazards (2018), stammt aus diesem Jahrzehnt. Ansonsten bringen sie gewissermaßen ein Best-of-Programm ihrer drei Studio-Werke zu Gehör, das sich von der letztjährigen Liedauswahl nur in besagtem Tour-Titelsong und in der Reihenfolge sowie dem abschließenden Cover unterscheidet: Für den unsterblichen AC/DC-Klassiker ›T.N.T.‹ als einzige Zugabe kommt Tourmanager Kenny als dritter Gitarrist auf die Bühne sowie auch Junkyard Drive-Frontmann Kristian Johansen als zweiter Sänger. Eine leichte Abweichung gibt es außerdem bei der Solo-Einlage von Leadgitarrist Matty Morris, heuer während ›Nothing But Trouble‹: Weil es im Konzertraum des Gebäude 9 keine Theke gibt, auf der er posieren könnte, wird kurzerhand ein Flightcase zur improvisierten Bühne im Zuschauerraum.

The Lazys präsentieren sich einmal mehr als einnehmende, ursympathische und hart arbeitende Live-Band — der aber, ähnlich wie ihren Genrekollegen und Landsleuten Airbourne, neues Material guttun würde, um die Show auch für wiederkehrende Fans spannend zu halten. Bleibt zu hoffen, dass sie die von Frontmann Leon Harrison im letzten Interview mit ROCKS angesprochene Hilfe finden, um ein neues Album produzieren zu können.

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Cover von ROCKS Nr. 111 (02/2026).