Ozzy Osbourne

Das Schicksal der "Holy Grail"-Demos

Im Archiv des früheren Ozzy Osbourne-Bassisten Bob Daisley lagern rund sieben Stunden Demomaterial mit Randy Rhoads. Sein ehemaliger Chef hat nun einen Erklärungsansatz geliefert, warum das Material noch nicht veröffentlicht worden ist.

TEXT: MAXIMILIAN BLOM |FOTO: Fin Costello/Redferns/Getty Images

Die Aufnahmen stammen aus den Kompositions-Sessions zu den ersten beiden Osbourne-Soloplatten Blizzard Of Ozz (1980) und Diary Of A Madman (1981) und datieren zwischen dem 8. Dezember 1979 und dem 23. März 1981. Bereits 2014 hatte Daisley die Existenz dieser Mitschnitte, die er die Holy Grail-Demos nennt, bestätigt und sogar einige Ausschnitte geteilt.

Er war Osbourne in der Vergangenheit vor, die Veröffentlichung zu blockieren. So seien sie nicht auf den 2010 erschienen Neuveröffentlichungen der Alben, weil man sich nicht auf eine Verteilung der Tantiemen einigen konnte.

In ihrem Familien-Podcast The Osbournes Podcast sprach Ozzys Sohn Jack die Aufnahmen nun erneut an. Während sich die Familie einig war, dass nicht etwa Daisley, sondern die Familie von Randy Rhoads die Aufnahmen veröffentlichen solle, stellte der Madman selbst auch die Qualität in Frage. »Randy hat alles mögliche aufgenommen, sogar den verdammten Milchmann! Die Qualität ist fürchterlich.«



»Er hat mit einem kleinen Kassetten-Aufnahmegerät gearbeitet«, fügte Osbournes Frau Sharon hinzu, die damals seine Managerin war, bevor sie ihn 1982 heiratete. »Es ist nicht unsere Aufgabe, etwas damit zu machen.«

Ob und wann die Holy Grail-Demos jemals das Licht der Öffentlichkeit sehen werden, ist damit weiterhin unklar. Wenn man Bob Daisley glaubt, soll es nicht an der Familie Rhoads scheitern. »Ich habe Randys Bruder Kelle einige Ausschnitte über das Telefon vorgespielt, und er liebte, was er hörte. Er würde es begrüßen, sie veröffentlicht zu sehen«, so der Australier im Jahr 2014.

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