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Gong

Bright Spirit

Kscope
VÖ: 2026

Würdevolles Spätwerk

Mit Bright Spirit bringen Gong eine ambitionierte Album-Trilogie zu einem gelungenen Abschluss. Spätestens seit dem Tod von Gründer (und letztem verbliebenen Originalmitglied) Daevid Allen 2015 eine gänzlich andere Band, verbietet sich der Vergleich mit den Gong der siebziger Jahre. Aber die recht organische Ausrichtung des Albums weiß zu gefallen. Was insbesondere an Saxofonist Ian East liegt, dessen klagender, psychedelischer und von unterschiedlichen Weltmusiken inspirierter Sound den Opener ›Dream Of Mine‹ dominiert — ein Traum für Fans mikrotonaler Musik. In ›Mantivule‹ verzahnen Gong erneut gekonnt Saxofon, Synthesizer und harte E-Gitarren. Hier und im folgenden ›The Wonderment‹ darf besonders der brasilianische Gitarren-Maestro Fabio Golfetti strahlen. ›Fragrance Of Paradise‹ ist ein verträumter, aber dennoch explosiver Psych-Lovesong in Beatles-Manier. Und auch mit ›Stars In Heaven‹ zeigt das Quintett, dass es kompaktes Songwriting ebenso gut beherrscht wie komplettes Auf- und Abdrehen. ›Eternal Hand‹ erweist sich als ebenfalls vergleichbar bodenständiger und erbaulicher Ausklang. Es muss nicht immer Weltraum sein. Gong setzen auf klassische Canterbury-Tugenden statt auf Psychonautik und gestalten ihr Spätwerk so sehr würdevoll.

(7.5/10)

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