Schon das Intro ›Mare‹ macht deutlich: Long Distance Calling gehen auf ihrem neuen Album düsterer zu Werke als üblich. Das bestätigen auch eher untypische, dissonante Gitarrenleads in ›The Spiral‹ oder die Double-Bass-Attacke in ›Shattered‹. Dennoch ent- und verwickelt die Münsteraner Post-Rock-Größe erneut meisterhaft Melodien in harte Riffs. Und spätestens mit ›A Secret Place‹ stellt sich die oft beschworene Magie von Long Distance Calling ein — oder besser: sie würde es, gäbe es nicht das Spoken-Word-Element mit herunter gepitchter Stimme. Was an bemühtem Grusel die Musik sinnvoll erweitert, weiß wohl nur die Band selbst. Auch die psychedelische Dimension seiner Musik erforscht das Quartett auf seinem neuen Album vergleichsweise wenig. The Phantom Void ist nicht das erhoffte abermalige Meisterwerk geworden. Aber wieder gefüllt mit den markanten Momenten, für die diese Band steht. Sei es das erste Einsetzen der Leadgitarre in ›Nocturnal‹ oder das in Gilmour-Manier singende Outro-Solo von ›Sinister Companion‹. Es zeigt aber auch, dass die besondere musikalische Größe, die Long Distance Calling und Post-Rock im Allgemeinen innewohnt, nicht verlässlich jedes Mal kanalisiert werden kann.
Album der Woche
Ähnliche Videos
Reviews
ROCKS nachbestellen
Heft verpasst?
Einfach nachbestellen!
Hier stöbernEinfach nachbestellen!








