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John Corabi

New Day

Frontiers
VÖ: 2026

Rock’n’Roll der alten Schule

John Corabi ist der wackere Wandergeselle des Rock’n’Roll schlechthin, im Laufe seiner Karriere bereicherte er schon zahlreiche Projekte mit seinen großartigen Vocals; seit 2023 nun wieder bei den Dead Daisies. Sein lange erwartetes Solo-Debüt New Day steht deutlich in der Tradition von Bands, mit denen Corabi aufgewachsen ist. Ein warmer, organischer Sound — beigesteuert von Produzent Marti Frederiksen, den Gitarristen Richard Fortus (Guns N’ Roses) und Charlie Starr (Blackberry Smoke) sowie Pianist/Organist Paul Taylor (Winger, Steve Perry) — dominiert diese wunderbare Album, das sich schon nach wenigen Minuten sehr heimelig anfühlt. Es gibt keine Eile, keinen künstlich erzeugten Druck, keine Hektik. Zwischen lockerem Classic Rock und seelenvollem Singer/Songwriter-Vibe präsentiert Corabi seine Schreibfertigkeit und den Blues in seinen Stimmbändern.

Mal weist der Sound entspannte Funk-Elemente auf wie in ›One More Shot‹ oder dem fetzigen ›Your Own Worst Enemy‹, mal geht er so stark Richtung CCR (›1969‹), dass man kurz überlegen muss, ob es nicht doch ein Cover ist. ›Laurel‹ erinnert an Tom Pettys ›Mary Jane’s Last Dance‹, ›Cosí Bella‹ ist so beschwingt, dass man hüpfen statt gehen möchte. Die zwölf Songs gehen runter wie Öl. Zynische Stimmen könnten natürlich behaupten, das liege daran, dass Ecken und Kanten fehlen — geschenkt. Corabis Solo-Debüt ist Rock’n’Roll der alten Schule: beschwingt, positiv und anschmiegsam wie eine warme Samtdecke.

(8/10)

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