Jahrelang arbeitete John Sykes an Sy-Ops — so zumindest der zwischenzeitlich kommunizierte Titel des Nachfolgers von Nuclear Cowboys (2000). Anfang 2021 erschien sogar eine Single des Werkes mit der Ankündigung, dass das Album noch im gleichen Jahr in die Läden kommen werde. Und doch blieb das letzte von vier Solo-Alben, die zwischen 1995 und 2000 erschienen, auch das finale zu Lebzeiten veröffentlichte Werk des einflussreichen Gitarristen, der Thin Lizzy und Whitesnake neues Leben einhauchte: John Sykes erlag am 21. Dezember 2024 einer Krebserkrankung.
In diesem Jahr entbrannte ein Streit zwischen seinem letzten Label Golden Robot Records und der Familie des blonden Lockenschopfes. Erstere präsentierten im Februar die Single ›My Guitar‹; vor zwei Monaten folgte dann ›Believe In Yourself‹. Sykes' persönlichen Umfeld protestierte dagegen. »Wir haben weder einen Vertrag mit Golden Robot Records unterschrieben noch sie authorisiert, das unfertige Material zu mastern und zu veröffentlichen«, so die Angehörigen.
Die Plattenfirma hielt dem entgegen, dass sie gemäß der schriftlichen Einigung mit Sykes handeln würden. »Sie folgt außerdem unserer gemeinsamen Intention, die Songs fertigzustellen und auf ordentliche Art und Weise zu präsentieren. Dabei handelt es sich nicht um eine Rekonstruktion, sondern eine Fortsetzung jener Arbeit, die John mit uns begonnen hat.«
Nun hat das australische Label die Veröffentlichung jener EP angekündigt, die sie seinerzeit bereits angeteast hatte: Das Kleinformat wird vier Songs umfassen, am 6. November erscheinen und One Way heißen. Physische Vorbestellungen sind aktuell nicht möglich, wohl aber das vormerken auf einschlägigen Streaming-Plattformen.
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